Zugbegleiterin aus Saerbeck kämpft für mehr Schutz bei der deutschen Bahn

Jana Herrmann
Jana Herrmann
2 Min.
Eine Schwarz-Weiß-Szene eines Zugunglücks mit Menschen in Helmen drumherum, Strommäste, Bäume, Gebäude und einen klaren Himmel im Hintergrund.Jana Herrmann

Zugbegleiterin aus Saerbeck kämpft für mehr Schutz bei der deutschen Bahn

Erfahrene Zugbegleiterin aus Saerbeck fordert dringende Maßnahmen zum Schutz von Bahnmitarbeitern der deutschen Bahn. Mandy Brune, die seit 1997 bei der DB arbeitet, hat wiederholt verbale Angriffe, Drohungen und sogar körperliche Bedrohungen während ihres Dienstes erlebt. Die langjährige Zugbegleiterin aus Saerbeck ruft nun zu sofortigem Handeln auf, um die Sicherheit von Eisenbahnmitarbeitern zu verbessern. Ihre Forderungen sind Teil einer breiteren Kampagne, die sich für mehr Schutz von Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr in ganz Deutschland einsetzt.

Brunes Erlebnisse spiegeln ein wachsendes Problem in der Branche wider. Im Laufe der Jahre wurde sie immer wieder in gefährlichen Situationen allein gelassen, während Fahrgäste oft tatenlos zusahen, ohne einzugreifen. Die fehlende Unterstützung bezeichnet sie als erschütternd – besonders dann, wenn eskalierende Konflikte in Gewalt umschlagen.

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) drängt auf strengere Schutzmaßnahmen für das Personal. Zu den Forderungen gehören unter anderem der Einsatz von zwei Mitarbeitern pro Schicht, Körperkameras für Beschäftigte sowie eine spezielle Staatsanwaltschaft, die sich ausschließlich mit Übergriffen auf Bahnmitarbeiter befasst. Diese Vorschläge zielen darauf ab, die hohe Zahl der jährlich gemeldeten Vorfälle zu reduzieren.

Allein in den ersten zehn Monaten des Jahres 2025 wurden 2.987 Mitarbeiter der deutschen Bahn Opfer von Straftaten – im Schnitt fünf körperliche Angriffe pro Tag. Brune engagiert sich mittlerweile in der Kampagne "Nie vergessen: Hier arbeitet ein Mensch!", die auf die Risiken aufmerksam machen will, denen Zugbegleiter und andere Beschäftigte im öffentlichen Dienst täglich ausgesetzt sind.

Trotz der anhaltenden Herausforderungen zeigt die Kampagne nach Ansicht Brunes bereits Wirkung. Sie beobachtet, dass immer mehr Fahrgäste eingreifen, wenn Zugbegleiter bedroht werden – ein Zeichen dafür, dass sich die öffentliche Haltung langsam ändern könnte.

Der Druck für bessere Sicherheitsvorkehrungen bleibt bestehen, denn Bahnmitarbeiter sehen sich weiterhin täglichen Gefahren ausgesetzt. Brunes Engagement unterstreicht die Notwendigkeit sowohl rechtlicher Schutzmechanismen als auch größerer öffentlicher Unterstützung. Angesichts der weiterhin hohen Vorfallzahlen fordern Gewerkschaft und Belegschaft konkrete Veränderungen, um ein sicheres Arbeitsumfeld zu gewährleisten.

Neueste Nachrichten
Ein großer Tunnel im Bau mit diverser Ausrüstung, Arbeiter mit Helmen, Geländern, Rohren, Lampen.
Industrie 2 Min.

Neuer Rettungstunnel in Brilon: Wie Sprengungen den Elleringhauser Tunnel sicherer machen

Jeden Tag donnern Sprengladungen durch den Briloner Wald – doch sie bauen nicht ab, sondern retten Leben. Wie der neue Tunnel die Bahnrevolution vorantreibt und Anwohner schützt.

Ein Plakat mit Text und Bildern von Menschen, einer auf einem Fahrrad sitzend, mit dem Text "To-Morrow's Citizens: A Boy in the Street is a Boy of the Street".
Kriminalität und Justiz 1 Min.

Mann wirft Glasflasche auf fünfjähriges Mädchen in Bielefeld

Ein obdachloser Mann mit amputierten Beinen greift ein Kind an. Warum die Tat Bielefeld erschüttert – und wie Sie helfen können.

Eine Gruppe von Frauen steht zusammen vor einer grünen Wand mit einem Fenster auf der linken Seite und nimmt an einem Internationalen Frauentag-Event teil.
Kriminalität und Justiz 2 Min.

Frauen in Führungsrollen revolutionieren die Sicherheitspolitik in NRW

Mit Michaela C. Willig an der Spitze setzt die Polizei NRW auf Vielfalt und Expertise. Wie die Zusammenarbeit von Behörden die Sicherheit neu definiert.

Ein Mann steht triumphierend auf einem Podium, hält einen Blumenstrauß und strahlt vor Freude und Selbstbewusstsein.
Allgemeine Nachrichten 2 Min.

Cem Özdemir erhält Solinger "Blatt" für sein Engagement gegen Rassismus und für Demokratie

Mit unerbittlicher Klarheit kämpft er gegen Hass und für eine offene Gesellschaft. Jetzt erhält Cem Özdemir eine der renommiertesten Ehrungen Deutschlands – doch warum gerade in Solingen?

Eine Gruppe von Männern in Anzügen und Krawatten verschiedenen Alters mit dem Text "Millionäre der Vereinigten Staaten" in fetter schwarzer Schrift am unteren Bildrand, vor einem hellblauen Hintergrund.
Unterhaltung 2 Min.

Chaotischer Charme: Student rockt "Wer wird Millionär?" mit 16.000 Euro und Ratten-Geschichten

Erst Ratten im Badezimmer, dann 16.000 Euro im Studio: Dieser Student macht Wer wird Millionär? zum Kult. Seine skurrilen Geschichten und sein unzensierter Witz sorgen für Lacher – und einen unvergesslichen Auftritt.

Eine Gruppe von Frauen in weißen Kleidern sitzt in einem Hörsaal, jede hält ein blaues Objekt, mit einem unscharfen Hintergrund, der die Frauen betont, die scheinbar Teil eines Pflegeprogramms sind.
Berufliche Entwicklung 2 Min.

Krefelder Schüler entdecken Gesundheitsberufe bei der Alexianer GmbH

Von Ultraschall bis Medizintechnik: Wie ein Krankenhausbesuch in Krefeld Jugendlichen die Vielfalt der Gesundheitsbranche zeigte. Jetzt planen sie ihre Zukunft.

Eine Frau in einem weißen Hemd steht vor einer Wand und hält ein Schild hoch, auf dem in fetter schwarzer Schrift 'LGBTQ+ Lives Matter' steht, mit einem entschlossenen Gesichtsausdruck.
Promis 1 Min.

Anna Camp outet sich mit 43 als bisexuell – ein mutiger Neuanfang

Mit 43 bricht Anna Camp Tabus: Ihr Coming-out zeigt, wie Selbstakzeptanz das Leben verändert. Warum ihre Offenheit jetzt Mut macht.

Ein Buchumschlag mit einem Skispringer in der Luft mit entschlossener Miene, der einen Skianzug trägt, mit der Aufschrift "Olympische Spiele Feuer - Heft 1 - Januar/Februar 1988".
Fußball Global 2 Min.

Feuerwehrmänner aus Heinsberg stürmen mit 20 Kilo Gepäck die Alpen

In voller Montur und mit 20 Kilo auf dem Rücken kämpften sich zwei Feuerwehrleute aus Heinsberg einen Berg hinauf. Ihr Ziel? Ein Wettkampf, der selbst Profisportler an Grenzen bringt.

Neueste Nachrichten