Der Schnurrbart erlebt ein überraschendes Comeback – dank Timothée Chalamet und Co.

Jana Herrmann
Jana Herrmann
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Ein altes Foto eines bärtigen Mannes in Anzug und Krawatte, der ernst in die Ferne schaut.Jana Herrmann

Der Schnurrbart erlebt ein überraschendes Comeback – dank Timothée Chalamet und Co.

Der Schnurrbart feiert ein leises Comeback in der Popkultur. In den letzten fünf Jahren tauchte er wieder auf – mal als ironisches Meme, mal als Hipster-Trend oder durch den Einfluss von Prominenten. Anders als die markanten Stile der 1970er- und 1980er-Jahre wirkt die heutige Variante weicher, schmaler und bei Weitem weniger gepflegt.

Hollywoods führende Männer haben in den letzten Jahren den dünnen Schnurrbart für sich entdeckt. Schauspieler wie Justin Bieber, Paul Mescal und Jacob Elordi tragen den Look und verhalfen ihm so vom Image des Veralteten zu einem bewusst untertreibenden Stil. Sein Reiz liegt im geringen Aufwand – weder akribische Pflege noch strenge Symmetrie sind nötig.

Timothée Chalamet ließ sich seinen für eine Rolle in Marty Supreme wachsen, unter der Regie von Josh Safdie. Seine Figur, Marty Mauser, trug dazu bei, den Schnurrbart als zeitgenössisches Statement statt als Relikt neu zu etablieren. Selbst nach Drehende behielt Chalamet ihn bei – ein Zeichen dafür, dass der Look über die Leinwand hinaus Bestand haben könnte.

Der aktuelle Trend steht im scharfen Kontrast zum dicken, lackierten "Pornostache" vergangener Jahrzehnte. Damals machten Figuren wie Tom Selleck und Freddie Mercury ihn zum Symbol maskuliner Selbstsicherheit. Heute signalisiert der dünne Schnurrbart etwas anderes: ein lässiges, unverbindliches Experiment für alle, die sich vor auffälligem Bartwuchs scheuen. Zwar erreicht er nicht die breite Verbreitung seiner Blütezeit in den 1970ern, doch durch Memes und Promikultur hat er bei jüngeren Zielgruppen neue Relevanz gewonnen.

Die Rückkehr des Schnurrbarts vollzieht sich unaufdringlich, aber spürbar. Seine moderne Form – schmal, unstrukturiert und pflegeleicht – hat ihren Platz im heutigen Ästhetikverständnis gefunden. Ob er zum dauerhaften Trend wird oder nur ein flüchtiges Experiment bleibt, sein Comeback markiert einen Wandel in der Wahrnehmung von Gesichtsbehaarung.

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