Dorothee Daun führt SelbstAktiv mit neuem Team für mehr Inklusion in Solingen

Tobias Zimmermann
Tobias Zimmermann
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Eine Gruppe von Menschen im Rollstuhl und Stehenden, einige mit Schildern, vor einer Menge, mit Fenstern und einer Wand im Hintergrund, in Schwarz-Weiß abgebildet.Tobias Zimmermann

Dorothee Daun führt SelbstAktiv mit neuem Team für mehr Inklusion in Solingen

Dorothee Daun wurde als Vorsitzende der Arbeitsgruppe SelbstAktiv wiedergewählt und wird ihr Amt künftig mit zwei neuen stellvertretenden Vorsitzenden teilen. Die Gruppe setzt sich für soziale Teilhabe und die Rechte von Menschen mit Behinderung in Solingen ein, einer Stadt, die zunehmend von politischen Spannungen geprägt ist. Angesichts jüngster Herausforderungen wie Kürzungen im Haushalt und einer wachsenden Polarisierung ist ihre Arbeit dringender denn je.

Daun bringt jahrzehntelange Erfahrung in die Position ein: Seit über 30 Jahren sitzt sie im Solinger Stadtrat. Aktuell leitet sie sowohl Autismus Rhein-Wupper als auch den örtlichen Verband des Paritätischen Wohlfahrtsverbands. Ihre Wiederwahl erfolgt vor dem Hintergrund scharfer Kritik an systemischen Versäumnissen in der Behindertenhilfe, etwa bei der Unterfinanzierung in der Bildung oder unklaren Zuständigkeiten zwischen kommunalen, regionalen und Landesbehörden.

Auf der letzten Sitzung der Arbeitsgruppe warnte der Gastredner Josef Neumann vor einem Rückschritt bei inklusiven Politiken in Nordrhein-Westfalen. Zwar habe es anfangs Fortschritte gegeben, doch sehe er soziale Errungenschaften zunehmend bedroht. Solingen selbst kämpft mit diesen Problemen – besonders seit politischen Verschiebungen und einem Anschlag im Jahr 2024, der die Gräben in der Stadt vertiefte. Um gegen diese Rückschläge anzukommen, hat die Stadt Maßnahmen wie das Inklusionskonzept 2016–2026, das Beschäftigungsprogramm Solingen inklusiv (mit über 500 vermittelten Arbeitsplätzen seit 2018) sowie die Initiative Vielfalt willkommen an 15 Grundschulen umgesetzt.

Die neuen stellvertretenden Vorsitzenden bringen unterschiedliche Perspektiven ins Team ein. Oliver Backhaus, Medienökonom und Vorsitzender des Vereins Barrierefreier Zugang, sitzt seit einem Unfall 1985 im Rollstuhl. Er betonte, die Gruppe müsse Behindertenrechte entschlossen verteidigen und sich gegen Kürzungen bei Leistungen stemmen. Yesim Özem, die in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung arbeitet und sich ehrenamtlich in deren Beirat engagiert, forderte mehr Sichtbarkeit von Inklusion im Solinger Stadtbild – etwa durch einen inklusiven Karneval. Zudem vertritt sie die SPD im Beirat für Menschen mit Behinderung der Stadt.

Die Wiederwahl Dauns sowie die Berufung von Backhaus und Özem markieren einen neuen Schub für die Behindertenrechte in Solingen. Zu ihren Prioritäten zählen die Sicherung von Finanzmitteln, der bessere Zugang zu Bildung und die Verankerung von Inklusion als sichtbarer Bestandteil des lokalen Lebens. Angesichts anhaltender politischer Spannungen und Haushaltszwänge wird es darauf ankommen, konkrete Schritte umzusetzen – statt bloßer Absichtserklärungen.

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