Anti-Duckface-Tag: Wie ein Comedy-Protest zum jährlichen Online-Event wurde

Hannah Peters
Hannah Peters
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Ein Plakat mit einer Person mit einem breiten, zahnreichen Grinsen und wilden Haaren auf einem hellgelben Hintergrund, mit dem Text "McFadden's Row of Flats: The Comedy That Has Made Many Millions Laugh" darunter.Hannah Peters

Anti-Duckface-Tag: Wie ein Comedy-Protest zum jährlichen Online-Event wurde

Ein spaßiger Protest gegen eine beliebte Foto-Pose ist zu einem jährlichen Online-Event von Eventim geworden. Am 22. Juli findet alljährlich der Anti-Duckface-Tag statt – ins Leben gerufen vom deutschen Comedy-Trio Y-TITTY. Die Kampagne ruft dazu auf, in sozialen Medien auf die übertriebene Schmollmund-Pose, bekannt als "Duckface", zu verzichten.

Der Begriff "Duckface" beschreibt eine Pose, bei der die Lippen spitz nach vorne geschoben werden, oft mit dem Ziel, verführerischer zu wirken. Der Trend verbreitete sich Ende der 2000er-Jahre, angetrieben durch Promi-Kultur und Dating-Plattformen. Studien deuteten damals an, dass Profile mit solchen Posen mehr Nachrichten erhielten – was die Gewohnheit weiter verstärkte.

2011 riefen die Kölner Comedians von Y-TITTY den Anti-Duckface-Tag als humorvolle Rebellion ins Leben. Bei der ersten Auflage beteiligten sich rund 21.000 Menschen, die ihr Profilbild gegen ein spezielles Kampagnen-Abzeichen austauschten. Zur Bewegung gehört auch ein Blog, antiduckface.com, das Beispiele der Pose sammelt, um von ihrer Nutzung abzuraten.

2012 wurde die Tradition fortgesetzt: Unterstützer:innen ersetzten ihre üblichen Fotos durch das Logo der Kampagne. Zwar bleibt das Event augenzwinkernd, doch es zeigt, wie Social-Media-Trends größere Diskussionen über Selbstdarstellung im Netz anstoßen können.

Mittlerweile ist der Anti-Duckface-Tag zu einem jährlichen Moment für Online-Humor und Reflexion geworden. Die wachsende Beteiligung demonstriert, wie Internetkultur aus Alltagsgewohnheiten gemeinsame Witze macht. Vorerst bleibt die Aktion eine skurrile Erinnerung daran, es in sozialen Medien mit den Posen nicht zu übertreiben.

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