KI-Kameras sollen Schleichverkehr in Kölns Wohngebieten während Straßen-Sperrung stoppen

Tobias Zimmermann
Tobias Zimmermann
2 Min.
Eine belebte Stadtstraße mit zahlreichen Fahrzeugen, hohen Gebäuden, Verkehrsampeln, Strommasten mit Drähten, Texttafeln, Bäumen und einem bewölkten Himmel.Tobias Zimmermann

KI-Kameras sollen Schleichverkehr in Kölns Wohngebieten während Straßen-Sperrung stoppen

Neunmonatige Sperrung der Altenberger Domstraße: KI-Kameras sollen Schleichverkehr in Wohngebieten stoppen

Am 9. Februar 2026 begann die neunmonatige Vollsperrung der Altenberger Domstraße, wodurch Autofahrer auf eine lange offizielle Umleitungsstrecke ausweichen müssen. Die Volt/FWG-Fraktion im Stadtrat schlägt nun vor, mit KI-gestützten Kameras zu verhindern, dass unerlaubt Fahrende stattdessen durch Wohnstraßen abkürzen. Ihre Begründung: Die engen, schlecht beleuchteten Routen seien für zusätzlichen Verkehr nicht sicher und bräuchten strengere Kontrollen.

Die Sperrung lenkt den Verkehr über eine acht Kilometer lange Umleitung durch Leverkusen-Schlebusch, was die Fahrzeit um etwa 20 Minuten verlängert. Doch die Volt/FWG-Fraktion warnt, dass viele Autofahrer diese Route ignorieren und stattdessen den Nittumer Weg sowie den Zehntweg als Abkürzung nutzen könnten. Beide Straßen sind bereits eng, bieten schlechte Sichtverhältnisse und eignen sich nicht für stärkeren Durchgangsverkehr.

Um das Problem zu lösen, schlägt die Fraktion die Installation von Kamerasystemen an den Zu- und Ausfahrten vor. Diese sollen mit einer Software verknüpft werden, die nicht ansässige Fahrende identifiziert, die gegen die Zufahrtsregeln verstoßen – und das unter Einhaltung des Datenschutzes. Ähnliche Maßnahmen wurden bereits in anderen deutschen Städten erprobt, etwa in Schildgen (Nordrhein-Westfalen), wo Einbahnstraßenregelungen und weite Umleitungen eingeführt wurden. Damals gab es jedoch Proteste, als Anwohner befürchteten, der Verkehr könnte durch Wohngebiete umgelenkt werden.

Die Fraktion betont, dass eine solche Überwachung eine klare rechtliche Grundlage und eine transparente Öffentlichkeitsarbeit erfordere. Geplant ist ein offizieller Antrag zur Prüfung, ob Kameras während der einstreifigen Sperrung am Nittumer Weg eingesetzt werden könnten. Anders als bei typischen Kölner Umleitungen – etwa für die Wüllnerstraße oder die Mülheimer Brücke – würde dieser Ansatz nicht nur Alternativrouten ausschildern, sondern aktiv Verstöße ahnden.

Falls genehmigt, soll das Kamerasystem den Zugang auf Anwohner beschränken und unerlaubten Durchgangsverkehr sanktionieren. Ziel des Vorschlags ist es, gefährliche Abkürzungen zu unterbinden und die Einhaltung der bestehenden Regeln sicherzustellen. Eine endgültige Entscheidung hängt von rechtlichen Prüfungen und dem öffentlichen Feedback in den kommenden Monaten ab.

Neueste Nachrichten
Ein großer Tunnel im Bau mit diverser Ausrüstung, Arbeiter mit Helmen, Geländern, Rohren, Lampen.
Industrie 2 Min.

Neuer Rettungstunnel in Brilon: Wie Sprengungen den Elleringhauser Tunnel sicherer machen

Jeden Tag donnern Sprengladungen durch den Briloner Wald – doch sie bauen nicht ab, sondern retten Leben. Wie der neue Tunnel die Bahnrevolution vorantreibt und Anwohner schützt.

Ein Plakat mit Text und Bildern von Menschen, einer auf einem Fahrrad sitzend, mit dem Text "To-Morrow's Citizens: A Boy in the Street is a Boy of the Street".
Kriminalität und Justiz 1 Min.

Mann wirft Glasflasche auf fünfjähriges Mädchen in Bielefeld

Ein obdachloser Mann mit amputierten Beinen greift ein Kind an. Warum die Tat Bielefeld erschüttert – und wie Sie helfen können.

Eine Gruppe von Frauen steht zusammen vor einer grünen Wand mit einem Fenster auf der linken Seite und nimmt an einem Internationalen Frauentag-Event teil.
Kriminalität und Justiz 2 Min.

Frauen in Führungsrollen revolutionieren die Sicherheitspolitik in NRW

Mit Michaela C. Willig an der Spitze setzt die Polizei NRW auf Vielfalt und Expertise. Wie die Zusammenarbeit von Behörden die Sicherheit neu definiert.

Ein Mann steht triumphierend auf einem Podium, hält einen Blumenstrauß und strahlt vor Freude und Selbstbewusstsein.
Allgemeine Nachrichten 2 Min.

Cem Özdemir erhält Solinger "Blatt" für sein Engagement gegen Rassismus und für Demokratie

Mit unerbittlicher Klarheit kämpft er gegen Hass und für eine offene Gesellschaft. Jetzt erhält Cem Özdemir eine der renommiertesten Ehrungen Deutschlands – doch warum gerade in Solingen?

Eine Gruppe von Männern in Anzügen und Krawatten verschiedenen Alters mit dem Text "Millionäre der Vereinigten Staaten" in fetter schwarzer Schrift am unteren Bildrand, vor einem hellblauen Hintergrund.
Unterhaltung 2 Min.

Chaotischer Charme: Student rockt "Wer wird Millionär?" mit 16.000 Euro und Ratten-Geschichten

Erst Ratten im Badezimmer, dann 16.000 Euro im Studio: Dieser Student macht Wer wird Millionär? zum Kult. Seine skurrilen Geschichten und sein unzensierter Witz sorgen für Lacher – und einen unvergesslichen Auftritt.

Eine Gruppe von Frauen in weißen Kleidern sitzt in einem Hörsaal, jede hält ein blaues Objekt, mit einem unscharfen Hintergrund, der die Frauen betont, die scheinbar Teil eines Pflegeprogramms sind.
Berufliche Entwicklung 2 Min.

Krefelder Schüler entdecken Gesundheitsberufe bei der Alexianer GmbH

Von Ultraschall bis Medizintechnik: Wie ein Krankenhausbesuch in Krefeld Jugendlichen die Vielfalt der Gesundheitsbranche zeigte. Jetzt planen sie ihre Zukunft.

Eine Frau in einem weißen Hemd steht vor einer Wand und hält ein Schild hoch, auf dem in fetter schwarzer Schrift 'LGBTQ+ Lives Matter' steht, mit einem entschlossenen Gesichtsausdruck.
Promis 1 Min.

Anna Camp outet sich mit 43 als bisexuell – ein mutiger Neuanfang

Mit 43 bricht Anna Camp Tabus: Ihr Coming-out zeigt, wie Selbstakzeptanz das Leben verändert. Warum ihre Offenheit jetzt Mut macht.

Ein Buchumschlag mit einem Skispringer in der Luft mit entschlossener Miene, der einen Skianzug trägt, mit der Aufschrift "Olympische Spiele Feuer - Heft 1 - Januar/Februar 1988".
Fußball Global 2 Min.

Feuerwehrmänner aus Heinsberg stürmen mit 20 Kilo Gepäck die Alpen

In voller Montur und mit 20 Kilo auf dem Rücken kämpften sich zwei Feuerwehrleute aus Heinsberg einen Berg hinauf. Ihr Ziel? Ein Wettkampf, der selbst Profisportler an Grenzen bringt.

Neueste Nachrichten