Mindener Feuerwehr zieht Bilanz: 986 Einsätze und dringender Sanierungsbedarf
Jana HerrmannMindener Feuerwehr zieht Bilanz: 986 Einsätze und dringender Sanierungsbedarf
Feuerwehr Minden zieht Bilanz: Jahresversammlung 2026 im Bessel-Gymnasium
Am 20. Februar 2026 fand im Bessel-Gymnasium die jährliche Dienstversammlung der Mindener Freiwilligen Feuerwehr statt. Im Mittelpunkt standen die wichtigsten Erfolge des Jahres 2025 – von Einsätzen über Neueinstellungen bis hin zu Modernisierungen der Ausstattung.
Feuerwehrchef Tim Upheber begrüßte Bürgermeister Peter Kock, der erstmals an der Veranstaltung teilnahm. Daneben wurden langjährige Mitglieder geehrt und aktuelle Herausforderungen bei der Infrastruktur thematisiert.
2025 zählte die Stadtwehr in ihren elf Freiwilligen Feuerwachen 345 aktive Kräfte – darunter 43 Frauen und 302 Männer. Sie rückten zu 986 Einsätzen aus, darunter ein Großbrand im Stadtteil Königstor, ein Feuer in einer Tiefgarage sowie ein Wohnungsbrand in der Bölkerstraße. Zudem warnten die Einsatzkräfte vor extremer Glatteisgefahr.
Der Rettungsdienst verzeichnete im selben Zeitraum 17.941 Einsätze. Die Jugendfeuerwehr wuchs auf 129 Mitglieder, die Kinderfeuerwehr zählte 69 Teilnehmer. Drei junge Freiwillige stiegen in die aktiven Einsatzteams auf.
Während der Versammlung wurden sechs neue Kräfte vereidigt. 35 Freiwillige und 11 Berufsfeuerwehrleute erhielten Beförderungen. Jürgen Stockmann wurde für sein langjähriges Engagement mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber ausgezeichnet. Zudem berichtete die Wehr über Fortschritte in der Fahrzeugtechnik und Ausstattung – darunter 500 neue Sets an Schutzkleidung.
Trotz dieser Entwicklungen bleibt der Platzmangel eine Herausforderung: Mehrere Freiwilligen-Standorte benötigen dringend Erweiterungen oder Sanierungen, um den aktuellen Anforderungen gerecht zu werden.
Die Jahresversammlung 2026 unterstrich erneut das hohe Einsatzaufkommen der Mindener Freiwilligen Feuerwehr. Mit neuen Mitgliedern, modernisierter Technik und kontinuierlichen Schulungen stärkt die Wehr ihre Einsatzfähigkeit. Doch die Verbesserung der Infrastruktur bleibt eine Priorität für das kommende Jahr.
