24 February 2026, 06:14

Wasserkraft in NRW stagniert: Nur ein Mini-Kraftwerk ging 2025 ans Netz

Eine Liniengrafik, die die erneuerbare Stromerzeugung nach Brennstoffart von 2000 bis 2040 zeigt, mit begleitendem Text.

Verband kritisiert Stillstand bei Wasserkraftausbau in NRW - Wasserkraft in NRW stagniert: Nur ein Mini-Kraftwerk ging 2025 ans Netz

Nordrhein-Westfalen verzeichnete 2025 kaum Zuwachs bei der Wasserkraft – nur ein kleines Werk ging ans Netz

Der Landesverband Erneuerbare Energien Nordrhein-Westfalen (LEE NRW) zeigt sich besorgt über die Stagnation in der Wasserkraft und warnt, dass diese mit den Klimazielen des Landes kollidiert. Experten verweisen auf bürokratische Hürden und politische Entwürfe, die die Entwicklung weiter erschweren könnten.

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Im Jahr 2025 nahm in NRW lediglich ein einziges Mini-Wasserkraftwerk den Betrieb auf – eine 26-Kilowatt-Anlage in Düren. Größere Projekte wurden 2025 nicht fertiggestellt. Zwar stieg die Gesamtzahl der Anlagen leicht von 509 im Jahr 2020 auf 517 Ende 2025, doch die installierte Leistung blieb mit einem minimalen Anstieg von 190 auf knapp 191 Megawatt nahezu unverändert.

Bundesweit entstanden zwischen 2021 und 2025 rund 150 neue Mini-Wasserkraftwerke (jeweils unter 1 MW Leistung), wobei die jährlichen Zahlen schwankten. Allein 2023 gingen 28 dieser Anlagen in Betrieb. In NRW jedoch sehen sich potenzielle Betreiber mit langen Genehmigungsverfahren sowie Widerstand von Umweltschutzverbänden und Behörden konfrontiert.

LEE-NRW-Vorsitzender Hans-Josef Vogel kritisierte die Verzögerungen als wirtschaftlich unvernünftig und im Widerspruch zu den Energiezielen des Landes. Der Verband äußerte zudem Bedenken gegenüber einem Entwurf der Wasserstrategie, der einen beschleunigten Rückbau von Flussbarrieren vorsieht – was künftige Wasserkraftprojekte einschränken könnte. Dennoch gebe es an Flüssen wie Lippe, Rur und Werre weiterhin geeignete Standorte.

Die mangelnde Entwicklung im NRW-Wasserkraftsektor führt dazu, dass das Land über fünf Jahre kaum Kapazitätszuwächse verzeichnet. Mit nur einer neuen Anlage 2025 und anhaltenden regulatorischen Herausforderungen klafft die Lücke zwischen Klimazielen und tatsächlicher Umsetzung weiter auseinander. Die Warnungen des Verbands unterstreichen die Notwendigkeit klarer politischer Rahmenbedingungen, um den Ausbau erneuerbarer Energien zu fördern.