Aschermittwoch 2026: Fastenzeit und Ramadan beginnen gleichzeitig
Tobias ZimmermannAschermittwoch 2026: Fastenzeit und Ramadan beginnen gleichzeitig
Aschermittwoch markiert Beginn von Fastenzeit und Ramadan 2026
Mit dem Aschermittwoch hat für Christen die Fastenzeit begonnen, während für Muslime gleichzeitig der Ramadan 2026 anbricht. In diesem Jahr fallen die beiden wichtigen religiösen Perioden zusammen – Millionen Menschen weltweit widmen sich nun der Besinnung und dem Fasten. Gleichzeitig endete die traditionelle Karnevalszeit in deutschen Städten wie Köln und Düsseldorf mit symbolträchtigen Ritualen.
Doch nicht überall verlief der Ausklang des Karnevals friedlich: Bei einem Unfall während eines Umzugs wurde eine Frau schwer verletzt, während der Chemiekonzern Bayer einen milliardenschweren Rechtsstreit um sein Glyphosat-Herbizid beilegte.
Von Karneval zu Fastenzeit: Traditionelle Bräuche in Deutschland Der Übergang vom bunten Treiben zur besinnlichen Fastenzeit begann mit Aschermittwochsgottesdiensten in ganz Deutschland. In Köln verbrannten Jecken wie jedes Jahr den "Nubbel", eine Strohpuppe, die symbolisch die Sünden der Karnevalstage tilgen soll. In Düsseldorf wurde unterdessen die Figur des "Hoppeditz", eines Narren, feierlich zu Grabe getragen – ein Brauch, der das offizielle Ende der "fünften Jahreszeit" markiert. Viele Christen besuchten Kirchen, um sich das Aschenkreuz auf die Stirn zeichnen zu lassen, ein Ritual, das sowohl Katholiken als auch einige protestantische Gemeinden praktizieren.
Auch Politiker beteiligten sich an den Traditionen des Tages: Beim sogenannten "politischen Aschermittwoch" lieferten sich Parteivertreter wie üblich scharfe, aber humorvoll verpackte Wortgefechte, bei denen Gegner öffentlich kritisiert wurden.
Schwerer Unfall beim Karnevalsumzug Doch der Tag brachte auch ernüchternde Nachrichten: In Mönchengladbach wurde eine Frau beim "Veilchendienstags"-Umzug von einem Linienbus erfasst und lebensgefährlich verletzt. Rettungskräfte versorgten sie vor Ort, bevor sie eilends ins Krankenhaus gebracht wurde, wo sie weiterhin in kritischem Zustand liegt.
Ramadan 2026 beginnt für Hundertmillionen Muslime Weltweit begann unterdessen für Hundertmillionen Muslime der Ramadan 2026, eine der fünf Säulen des Islam. Von Saudi-Arabien bis Indonesien werden Gläubige in den kommenden vier Wochen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang fasten. Auch Länder mit großen muslimischen Gemeinden wie Nigeria, Bosnien und die Vereinigten Arabischen Emirate nehmen an der heiligen Zeit teil.
Bayer einigt sich in Glyphosat-Streit – ohne Schuldanerkenntnis In der Wirtschaftsschlagzeilen meldete der Leverkusener Konzern Bayer eine Einigung in den US-Klagen um sein umstrittenes Unkrautvernichtungsmittel auf Glyphosat-Basis. Das Unternehmen will bis zu 7,25 Milliarden Dollar zahlen, betont jedoch, dass die Vereinbarung kein Schuldeingeständnis darstelle. Bayer bestreitet weiterhin, dass Glyphosat krebsauslösend sei.
Fastenzeit und Ramadan 2026: Zwei Religionen in der Besinnung Der Aschermittwoch setzt damit den Ton für eine Phase der Einkehr – sowohl für Christen als auch für Muslime. Während die verletzte Frau in Mönchengladbach weiter im Krankenhaus liegt und die letzten Karnevalsbräuche in Köln und Düsseldorf ihren Abschluss fanden, bleibt die Debatte um die Sicherheit von Glyphosat trotz des Vergleichs weiter ungelöst.
