NRW senkt Energieverbrauch um über 10 Prozent – Ökostrom auf Rekordniveau
Tobias ZimmermannAnteil Erneuerbarer Energien im Verbrauch erreicht neuen Höchststand - NRW senkt Energieverbrauch um über 10 Prozent – Ökostrom auf Rekordniveau
Nordrhein-Westfalen verzeichnete 2023 einen deutlichen Rückgang beim Energieverbrauch. Der Gesamtverbrauch sank um 10,3 Prozent auf 2.787 Petajoule. Gleichzeitig erreichte der Anteil erneuerbarer Energien einen historischen Höchststand im Land.
Seit 2022 ist der Energieverbrauch in der Region spürbar zurückgegangen. Offizielle Zahlen belegen einen Rückgang um 10,3 Prozent – der Gesamtbedarf lag damit bei 2.787 Petajoule. Dieser Rückgang fällt zusammen mit einer deutlichen Wende hin zu saubereren Energiequellen.
Erneuerbare Energien deckten 2023 8,6 Prozent des Primärenergieverbrauchs – der höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1990. Treiber dieser Entwicklung war vor allem die Windkraft, deren Erzeugung um 28 Prozent stieg.
Biomasse blieb die wichtigste erneuerbare Quelle und machte 59,1 Prozent des Ökostrom-Mixes aus. Zusammen mit der Windenergie entfielen auf diese beiden Quellen über 80 Prozent aller genutzten erneuerbaren Energien. Das stetige Wachstum spiegelt einen langfristigen Trend wider: 1996 lag der Anteil erneuerbarer Energien noch bei nur 0,5 Prozent, bis 2016 stieg er auf 4,8 Prozent.
Die aktuellen Daten bestätigen einen klaren Wandel in der Energielandschaft Nordrhein-Westfalens. Erneuerbare Energien spielen eine größere Rolle denn je, während der Gesamtverbrauch weiter sinkt. Besonders die Abhängigkeit von Wind- und Bioenergie hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen.
