Dortmunds Champions-League-Aus reißt 22-Millionen-Loch in die Vereinsplanung
Hannah PetersDortmunds Champions-League-Aus reißt 22-Millionen-Loch in die Vereinsplanung
Borussia Dortmunds Champions-League-Träume enden mit herber Enttäuschung
Borussia Dortmunds Champions-League-Saison ist mit einer bitteren 1:4-Niederlage gegen Atalanta Bergamo enttäuschend zu Ende gegangen. Die Niederlage machte den 2:0-Hinspielvorsprung zunichte und versetzte den Klub einen schweren finanziellen Schlag. Vereinsvertreter hatten bereits gewarnt, dass das Verpassen der späteren Turnierphasen gravierende Folgen haben würde.
Das Team war mit großen Hoffnungen in die Play-offs gestartet, brach im Rückspiel jedoch zusammen. Der 2:0-Vorsprung aus dem Hinspiel reichte nicht aus – Atalanta erzielte vier Tore und sicherte sich damit den Einzug in die Gruppenphase. Die Niederlage bedeutet, dass Dortmund eine Prämie von 11 Millionen Euro für das Erreichen des Achtelfinales entgeht.
Noch vor dem Ausscheiden hatte der Verein ein finanzielles Ergebnis zwischen einem Gewinn von 5 Millionen Euro und einem Verlust in gleicher Höhe prognostiziert. Nun räumt Sportdirektor Sebastian Kehl ein, dass die Lücke deutlich größer ausfallen wird. Der frühe Aus – nach dem Achtelfinale-Ausscheiden gegen Paris Saint-Germain in der vergangenen Saison – kostet den Klub zwischen 12 und 22 Millionen Euro an entgangenen Einnahmen.
Kehl äußerte offen seine Frustration und bezeichnete das Ergebnis als "extrem enttäuschend". Er bestätigte, dass die Einnahmen aus der Champions League fest in die Finanzplanung eingerechnet waren. Ohne weiteren europäischen Wettbewerb und nach dem frühen Ausscheiden im DFB-Pokal konzentriert sich Dortmund nun allein auf die Bundesliga.
Die finanziellen Einbußen zwingen den Verein, Investitionen zu kürzen und Transferpläne zu verschieben. Der Rückschlag wirkt sich auf die Kaderentwicklung und die Wettbewerbsvorbereitung für die Saison 2024/25 aus.
Die Niederlage hinterlässt bei Dortmund eine erhebliche Haushaltslücke. Geplante Transfers und Mannschaftsverstärkungen müssen nun aufgeschoben werden. Ohne Champions-League-Einnahmen steht der Klub vor der Aufgabe, seine Finanzstrategie für die kommenden Monate neu auszurichten.
