Henrietta, das Huhn, eroberte den Münchner Hauptbahnhof – und die Herzen
Hannah PetersHenrietta, das Huhn, eroberte den Münchner Hauptbahnhof – und die Herzen
Ein entlaufenes Huhn sorgt für Aufsehen am Münchner Hauptbahnhof
Letzten Freitagabend löste ein verlorenes Huhn am Münchner Hauptbahnhof eine kleine Sensation aus. Das Tier, das später den Namen Henrietta erhielt, wurde zwischen den Gleisen umherlaufend entdeckt. Die Bundespolizei griff ein, rettete das Huhn und nahm es vorläufig in Obhut.
Henriettas unerwartete Reise begann, als sie in der Nähe ihres Zuhauses in einen offenen Lieferwagen hüpfte. Ihre Vorliebe, sich in Fahrzeuge zu setzen, ist ihrer Besitzerin – einer jungen Frau, die Hühner als Hobby hält – wohlbekannt. Der Fahrer bemerkte das Huhn nicht und transportierte es unbewusst zur belebten Bahnstation, wo es schließlich von Mitarbeitern gesichtet wurde.
Die Polizei kümmerte sich um das Tier, fütterte es mit Haferbrei und gab ihm den Namen Henrietta. Drei Tage lang blieb es in ihrer Obhut, bevor es an den Vogelnotdienst Olching, einen örtlichen Vogelrettungsdienst, übergeben wurde. Unterdessen meldeten sich rund 20 Personen bei den Behörden, die das herrenlose Huhn adoptieren wollten.
Schließlich konnte die Besitzerin ausfindig gemacht werden, und die glückliche Wiedervereinigung mit Henrietta folgte. Sie warnte seitdem andere vor dem ungewöhnlichen Verhalten ihres Huhns, in der Hoffnung, ähnliche Vorfälle künftig zu vermeiden.
Henriettas Abenteuer endete glücklich, nachdem ihre Besitzerin gefunden worden war. Der Fall bleibt selten – in den vergangenen zwei Jahren gab es in Deutschland keine weiteren dokumentierten Fälle von Tieren, die versehentlich in Lieferfahrzeugen mitreisten. Das Huhn ist nun wieder zu Hause, und seine Besitzerin behält seine Wanderlust weiterhin im Auge.
