Großrazzia in Langenfeld enthüllt massiven Wohnsitzbetrug und illegale Praktiken
Hannah PetersGroßrazzia in Langenfeld enthüllt massiven Wohnsitzbetrug und illegale Praktiken
Gemeinsame Razzia in Langenfeld deckt Wohnsitzbetrug und illegale Wohnpraktiken auf
Bei einer gemeinsamen Aktion in Langenfeld sind betrügerische Meldepraktiken und illegale Wohnverhältnisse aufgedeckt worden. Die Behörden identifizierten 12 Scheinwohnsitze, die auf EU-Ausländer registriert waren – alle Betroffenen werden nun abgemeldet. Zudem ergaben die Ermittlungen Hinweise auf vorgetäuschte Vaterschaftsanerkennungen, Schwarzbauten und nicht angemeldete Beschäftigungsverhältnisse.
Die Operation förderte zudem unerlaubte Nutzungsänderungen von Immobilien zutage, die gegen das Wohnraumstärkungsgesetz verstoßen. An einer Adresse im Stadtteil Richrath führte ein Meldeverstoß zur offiziellen Abmeldung. An einem dritten Standort fanden die Ermittler Beweise für Scheinanmeldungen, die offenbar dazu dienten, Einwanderungsbeschränkungen zu umgehen.
Sieben Personen müssen sich nun wegen ihres Aufenthaltsstatus rechtfertigen; zudem werden mögliche Fälle von Schwarzarbeit geprüft. Unterdessen wiesen Langenfelder Behörden auf einen Trend hin, bei dem Personen großzügige Immobilien erwerben, die in keinem Verhältnis zu ihren angegebenen Einkünften stehen.
Die Aktion ist Teil der übergreifenden Initiative "GeKo Rhein-Wupper", die die kommunale Zusammenarbeit verbessern soll. Beteiligt sind derzeit zehn Städte – Wuppertal, Solingen, Remscheid, Velbert, Mettmann, Haan, Hilden, Langenfeld, Leichlingen und Radevormwald –, eine spätere Erweiterung auf Hückeswagen, Wermelskirchen oder Burscheid ist denkbar. Schwerpunkte der Initiative sind organisierte Kriminalität, Sozialbetrug, Schmuggel, Problemimmobilien und Geldwäsche.
Die Ermittlungen führten zu Abmeldungen und laufenden rechtlichen Überprüfungen bei sieben Personen. Die Ergebnisse aus Langenfeld unterstreichen die wachsenden Bedenken hinsichtlich Immobilienbetrugs und der Umgehung von Ausländerbehörden-Regeln. Die Initiative "GeKo Rhein-Wupper" wird weiter ausgebaut, um die regionale Zusammenarbeit bei der Bekämpfung solcher Straftaten zu stärken.
