Dolores-Olmedo-Museum öffnet trotz Streit um Frida-Kahlo-Sammlung wieder

Hannah Peters
Hannah Peters
2 Min.
Ein leuchtendes Frida-Kahlo-Mosaik auf einem Gebäude in Mexiko-Stadt, das ihr Porträt mit einer Blume im Haar und den Text 'Fridakahlo' in fetten, schwarzen Buchstaben zeigt.Hannah Peters

Dolores-Olmedo-Museum öffnet trotz Streit um Frida-Kahlo-Sammlung wieder

Das Dolores-Olmedo-Museum, Heimat der weltweit größten Sammlungen von Frida Kahlo und Diego Rivera, öffnet am 2. Februar in La Noria, Xochimilco, wieder seine Türen. Die Wiedereröffnung erfolgt nach Jahren der Kontroversen um Pläne, Teile der berühmten Bestände in das Deutsche Museum in Berlin zu verlegen.

Der Termin fällt mit der FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zusammen, was dem Museum und seinen anhaltenden Streitigkeiten neue Aufmerksamkeit verschafft.

Erste Proteste gab es bereits Anfang 2024, als bekannt wurde, dass die Kahlo- und Rivera-Sammlungen in das Deutsche Museum in Berlin verlegt werden sollten. Kunstexperten, Historiker und Anwohner erhoben Einspruch, reichten Klagen ein und verzögerten das Vorhaben – wenn auch ohne es vollständig zu stoppen. Bis 2026 waren bereits einige Werke umgesiedelt, doch der Widerstand hält an.

Trotz der anhaltenden Diskussionen öffnet das Museum am 2. Februar in La Noria wieder. Die Ausstellung zeigt neben den renommierten Beständen auch Werke des Landschaftsmalers Yoab Vera. Gleichzeitig begannen die Bauarbeiten am geplanten Standort Parque Aztlán noch nicht, sodass die Zukunft der verlagerten Sammlungen ungewiss bleibt.

Die Rückkehr des Museums an seinen ursprünglichen Standort in der Av. México 5843 erfolgt zu einem prominenten Zeitpunkt: Die WM wird internationale Besucher anziehen. Die Verantwortlichen hoffen auf steigende Besucherzahlen – auch wenn die Debatten über die Aufteilung der Sammlung weitergehen.

Ab dem 2. Februar heißt das Dolores-Olmedo-Museum seine Gäste wieder willkommen und präsentiert sowohl die historischen Kahlo- und Rivera-Werke als auch neue Ergänzungen. Die Wiedereröffnung steht jedoch im Schatten ungelöster Konflikte: Einige Kunstwerke sind bereits umgesiedelt, während der Bau in Parque Aztlán noch aussteht. Der Zeitpunkt fällt mit der WM zusammen – und stellt sicher, dass das nächste Kapitel des Museums unter internationaler Beobachtung beginnt.

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