Rheinmetall übernimmt kroatischen Robotik-Spezialisten DOK-ING für autonome Militärtechnik

Tim Peters
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Eine Gruppe von Militärrobotern ist auf einem Boden positioniert, umgeben von Koffern und anderen Gegenständen auf Regalen, mit einer Wand und einem Geländer im Hintergrund.Tim Peters

Rheinmetall übernimmt kroatischen Robotik-Spezialisten DOK-ING für autonome Militärtechnik

Der deutsche Rüstungsriese Rheinmetall hat die Mehrheit am kroatischen Robotikunternehmen DOK-ING übernommen. Der Deal im Umfang von 51 Prozent der Firmenanteile soll die Kompetenzen von Rheinmetall im Bereich autonomer Militärsysteme stärken. Die Übernahme erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Europa versucht, den Rückstand bei autonomer Waffentechnologie gegenüber den USA und Asien aufzuholen.

Die neue Partnerschaft wird zudem ein Exzellenzzentrum für autonome Systeme in Kroatien einrichten und damit die Rolle des Landes als wichtiger EU- und NATO-Verbündeter festigen.

Rheinmetalls Übernahme von DOK-ING passt in die übergeordnete Strategie des Konzerns, seine Aktivitäten im Bereich autonomer Verteidigungstechnologien auszubauen. DOK-ING, bekannt für seine robotergestützten Minenräumsysteme, hat seine Ausrüstung bereits in Konfliktgebieten wie der Ukraine eingesetzt. Das Know-how des Unternehmens wird nun Rheinmetalls Wingman-Projekt unterstützen, das sich auf die Entwicklung autonomer Begleitfahrzeuge für Kampfpanzer konzentriert.

Die Transaktion steht zwar noch unter dem Vorbehalt der regulatorischen Genehmigung, stellt aber einen gezielten Schritt in Rheinmetalls Umorientierung hin zu den Erfordernissen der modernen Kriegsführung dar. Obwohl die Rheinmetall-Aktie letzte Woche um etwa 6,5 Prozent auf 1.557,50 Euro nachgab, liegt sie immer noch über 30 Prozent höher als vor einem Jahr. Mit dieser Übernahme schließt Rheinmetall eine entscheidende Lücke in seinem Portfolio, insbesondere bei unbemannten Unterstützungssystemen.

Europa hinkt den USA und Asien in der Entwicklung autonomer Waffensysteme seit fünf Jahren hinterher. Während die USA mit KI-gestützten Projekten der DARPA und Drohnenschwärmen voranschreiten, setzt China auf die Massenproduktion tödlicher autonomer Systeme. Europa hingegen hat sich stärker auf ethische Regulierung und gemeinsame EU-Verteidigungsinitiativen konzentriert, was aufgrund von politischen Debatten und zersplitterten Anstrengungen zu einer langsameren Einführung geführt hat.

Die Kooperation zwischen Rheinmetall und DOK-ING wird die Position Europas in der autonomen Verteidigungstechnologie stärken. Das neue Zentrum in Kroatien soll als Innovationshub dienen und die Verteidigungsziele von NATO und EU unterstützen. Mit der noch ausstehenden regulatorischen Genehmigung markiert der Deal einen wichtigen Schritt in Rheinmetalls langfristiger Strategie zur Modernisierung militärischer Fähigkeiten.

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