EU-Projekt ODYSSEV revolutioniert Hochvolt-Technik für Elektroautos bis 2030
EU-Projekt ODYSSEV revolutioniert Hochvolt-Technik für Elektroautos bis 2030
Ein neues, von der EU finanziertes Projekt soll zentrale Herausforderungen in der Elektrofahrzeugtechnologie angehen. Unter dem Namen ODYSSEV konzentriert sich die Initiative auf Hochvolt-Antriebssysteme, um Ladezeiten zu verkürzen und die Reichweite von Elektroautos zu erhöhen. Das Projekt startete offiziell Anfang 2026 und läuft über 42 Monate in acht europäischen Ländern.
Elektroautos sehen sich nach wie vor mit Hindernissen konfrontiert, etwa langen Ladezeiten und begrenzter Reichweite. Hochvoltsysteme – die mit mehr als 800 Volt arbeiten – könnten diese Probleme lösen, indem sie den Energiefluss optimieren und Wärmeverluste reduzieren. Allerdings bringt die Steigerung der Spannung auf über 1.000 Volt technische Schwierigkeiten mit sich, darunter Isolationsfragen, die Leistung von Halbleitern und das Batteriemanagement.
An ODYSSEV sind Hochschulen und Industriepartner wie Mitsubishi Electric Europe und ZF Friedrichshafen beteiligt. Das Projekt deckt alle Phasen der Entwicklung von Hochvoltsystemen ab – von der Konzeption bis zu Praxistests. Digitale Werkzeuge wie Modellierung und Simulation helfen dabei, die Technologie zu verfeinern, bevor physische Prototypen gebaut werden.
Der erste Test eines ODYSSEV-Prototyps findet auf der Teststrecke LaSiSe in Selm statt. Neben technischen Fortschritten zielt das Projekt darauf ab, Sicherheitsstandards für Elektroautos zu etablieren. Zu den führenden Forschungseinrichtungen zählen die Hochschule Dortmund und die Universität Bremen.
Die Ergebnisse des Projekts könnten Elektroautos alltagstauglicher machen. Schnellere Ladevorgänge und größere Reichweiten würden zwei zentrale Bedenken von Fahrern ausräumen. Bei Erfolg könnten die Erkenntnisse von ODYSSEV künftige Standards für Hochvolt-EV-Systeme in ganz Europa prägen.
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