Krefelds Einzelhandel kämpft 2025 um Überleben – und blickt sorgenvoll auf 2026
Krefelds Einzelhandel kämpft 2025 um Überleben – und blickt sorgenvoll auf 2026
Einzelhändler in Krefeld durchlebten 2025 ein schwieriges Jahr
Mit rückläufigen Kundenfrequenzen, steigenden Kosten und schwachen Umsätzen stand der Krefelder Einzelhandel 2025 vor großen Herausforderungen. Die Schließung des Kaufhaus-Kaufhofs traf die Stadt hart und hinterließ viele Geschäfte im Kampf um Kunden. Unternehmensvertreter warnen nun, dass sich die Probleme bis 2026 hinziehen könnten, sollte sich die Lage nicht bessern.
Auch die Weihnachtszeit brachte kaum Entlastung für die Krefelder Händler. Mehr als die Hälfte der Betriebe bewertete das Jahr 2025 als schlechter oder deutlich schlechter als das Vorjahr. Sandra Lemke, Inhaberin von lechner + hayn, berichtete, dass die Dezember-Umsätze zwar auf dem Niveau von 2024 lagen, die stark gestiegenen Ausgaben die Gewinne jedoch schmälerten. Hartmut Janßen, Vorsitzender des Einzelhandelsverbands, bezeichnete 2025 als "besonders hartes Jahr" – selbst die Weihnachtsgeschäfte konnten die Lage nicht aufhellen.
Zwar stieg die Besucherzahl auf der Hochstraße um etwa 180.000 im Vergleich zum Vorjahr, doch dies schlug sich nicht in höheren Umsätzen nieder. Christoph Borgmann, Leiter des lokalen Werbebündnisses, führte den deutlichen Rückgang der Kundschaft vor allem auf die Schließung des Kaufhofs zurück. Steffen Sommer, Mitinhaber der Bäckereikette Sommer, beobachtete hingegen, dass Filialen am Stadtrand besser abschnitten als solche in zentralen Lagen.
Zusätzlich belastete die Bürokratie die Händler: Allein in den vergangenen drei Jahren stiegen die regulatorischen Auflagen für den Einzelhandel in Nordrhein-Westfalen um 12 Prozent – und damit stärker als im Bundesschnitt von 8 Prozent. Daten des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und des Bundeswirtschaftsministeriums zeigen, dass die Belastungen in Berlin und Hamburg noch stärker zunahmen, während Bayern und Baden-Württemberg Entlastungen verzeichneten. Markus Ottersbach, Geschäftsführer des regionalen Einzelhandelsverbands, betonte, dass die Probleme Krefelds Teil eines bundesweiten Trends seien.
Für 2026 rechnet mehr als die Hälfte der Unternehmen mit Stagnation. Fast ein Drittel blickt jedoch vorsichtig optimistisch in die Zukunft und erwartet stabile oder leicht steigende Umsätze.
Die Kombination aus schwacher Kaufkraft, hohen Betriebskosten und bürokratischen Hürden setzt die Krefelder Händler weiter unter Druck. Während einige auf eine Besserung im kommenden Jahr hoffen, bereiten sich viele auf ein weiteres Jahr der Unsicherheit vor. Die Entwicklung der Stadt wird maßgeblich von der gesamtwirtschaftlichen Lage und lokalen Maßnahmen zur Belebung des Einzelhandels abhängen.
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