Streit um Parkplatzverluste: Ohligs plant radikale Verkehrsänderungen
Hannah PetersStreit um Parkplatzverluste: Ohligs plant radikale Verkehrsänderungen
Pläne zur Umgestaltung des Ohligser Stadtzentrums sorgen für Streit um Parkplatzverluste
Die jüngsten Vorschläge für die Cityring-Buslinie und eine neue Fahrradspur könnten bis zu 170 Stellplätze kosten. Bezirksbürgermeister Westkämper kritisiert die Pläne als überstürzt und schädlich für die lokalen Geschäfte.
Im Mittelpunkt der Debatte stehen zwei Verkehrsprojekte: die Neugestaltung der Cityring-Busroute und die Veloroute-Radwegverbindung. Gemeinsam drohen sie, entlang des Cityrings etwa 67 bis 70 Parkplätze sowie bis zu 100 weitere für die Fahrradspur zu eliminieren. Obwohl diese Kürzungen noch in der Planungsphase sind, stoßen sie bereits auf heftigen Widerstand.
Bei der letzten Sitzung des Ohligser Bezirksrats (OAM) wurde der Tagesordnungspunkt zur Umgestaltung der Zufahrtswege vertagt. Die Verwaltung argumentierte, dass bis Februar eine Entscheidung nötig sei, um den Fahrplanwechsel am 14. Juni einhalten zu können. Doch Westkämper widersprach: Qualität und Konsens seien wichtiger als Tempo.
Die von Westkämper geführte CDU-Fraktion bezeichnete die aktuellen Pläne als "inakzeptabel". Man warf der Verwaltung vor, die Auswirkungen auf die Parkplatzsituation herunterzuspielen und Anwohner sowie Unternehmen nicht ausreichend einzubinden. Westkämper warnte, dass der Wegfall von Stellplätzen den ohnehin schon angeschlagenen Einzelhandel in Ohligs weiter belasten werde.
Trotz seiner Kritik signalisierte der Bürgermeister Gesprächsbereitschaft. Er betonte die Notwendigkeit eines "vernünftigen Kompromisses", der alle Verkehrsteilnehmer berücksichtige. Gleichzeitig machte er klar, dass die CDU keine Pläne unterstützen werde, die Parkplätze einfach streichen, ohne adäquate Alternativen anzubieten.
Die Vertagung der Abstimmung bedeutet, dass die Diskussionen weitergehen – Westkämper fordert Nachbesserungen am Verkehrskonzept. Die Verwaltung hält dagegen, dass Verzögerungen die Umsetzung über den Juni-Fahrplan hinaus verschieben könnten. Bislang steht noch keine endgültige Entscheidung über die Zukunft der Ohligser Parkplätze aus.
