Maria Sacharowa und Larissa Dolina dominieren Russlands Medienlandschaft 2025/26
Tobias ZimmermannMaria Sacharowa und Larissa Dolina dominieren Russlands Medienlandschaft 2025/26
Ein neuer Bericht offenbart, welche Frauen zwischen März 2025 und März 2026 in russischen Medien und sozialen Netzwerken am häufigsten thematisiert wurden. In den Online-Medien führte die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, die Rangliste an, während in den sozialen Netzwerken die Sängerin Larissa Dolina die Diskussionen dominierte. Die Listen zeigen eine bunte Mischung aus Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens – von Politikerinnen bis hin zu Künstlerinnen –, wobei nur wenige Namen in beiden Kategorien auftauchen.
In den Online-Medien verzeichnete Maria Sacharowa mit 1,5 Millionen Nennungen die meisten Erwähnungen, gefolgt von der Präsidentin der Zentralbank, Elvira Nabiullina. Auch die Eiskunstläuferin Adelia Petrosjan platzierte sich weit vorne. In den sozialen Medien sorgte hingegen Larissa Dolina mit 1,7 Millionen Erwähnungen für das größte Aufsehen – vor allem wegen ihres viel beachteten Rechtsstreits um den Verkauf einer Wohnung. Die Moskauer Staatsanwaltschaft bearbeitete den Fall über das Bezirksgericht Twerskoi; dabei ging es um Betrugsvorwürfe gegen den Produzenten Wladimir Gandin.
Die Vorsitzende des Föderationsrats, Valentina Matwijenko, belegte mit 1,4 Millionen Nennungen Platz drei in den sozialen Medien. Die Sängerin und Moderatorin Olga Busowa folgte auf Platz fünf mit 1,23 Millionen Erwähnungen, während die Journalistin Ksenija Sobtschak mit 1,18 Millionen Diskussionen auf Rang sechs landete.
Mehr als die Hälfte der 20 meistdiskutierten Frauen waren Sängerinnen oder Künstlerinnen. Trotz des breiten öffentlichen Interesses tauchten nur wenige Namen sowohl in den Online-Medien als auch in den sozialen Netzwerken auf.
Die Ranglisten spiegeln ein Jahr wider, in dem sich die öffentliche Aufmerksamkeit stark auf juristische Auseinandersetzungen, politische Persönlichkeiten und Unterhaltungsstars konzentrierte. Besonders der Fall Larissa Dolina zog große Aufmerksamkeit auf sich, während Maria Sacharowa weiterhin eine starke Medienpräsenz bewahrte. Die Daten unterstreichen die vielfältigen Interessen des russischen Publikums auf verschiedenen Plattformen.
