Neuer Rettungstunnel in Brilon: Wie Sprengungen den Elleringhauser Tunnel sicherer machen
Hannah PetersNeuer Rettungstunnel in Brilon: Wie Sprengungen den Elleringhauser Tunnel sicherer machen
Im Briloner Ortsteil Wald läuft derzeit eine umfassende Sanierung des Elleringhauser Eisenbahntunnels. Im Rahmen des Projekts entsteht ein neuer Rettungstunnel, um aktuelle Sicherheitsvorschriften zu erfüllen. Mit kontrollierten Sprengungen wird das Gestein durchbrochen – täglich finden mehrere dieser Detonationen statt.
Der Rettungstunnel verläuft parallel zum bestehenden 1.400 Meter langen Eisenbahntunnel. Er muss im Notfall eine Evakuierung der Fahrgäste alle 500 Meter ermöglichen. Zudem ist die Konstruktion so ausgelegt, dass Einsatzfahrzeuge – darunter auch große Feuerwehrwagen – einfahren und innerhalb des Tunnels wenden können.
Bei jeder Sprengung kommen etwa 75 Kilogramm Sprengstoff zum Einsatz, deutlich weniger als bei üblichen Steinbrucharbeiten. Pro Detonation schreitet der Tunnelvortrieb um rund 100 bis 150 Meter voran. Anwohner können Bedenken über eine eigens eingerichtete Hotline melden, zudem werden benachbarte Gebäude regelmäßig auf mögliche Schäden überprüft.
Ursprünglich sollte der Tunnel während der Sanierung vier Jahre lang komplett gesperrt werden. Die Deutsche Bahn wurde jedoch später verpflichtet, diese Zeit zu verkürzen. Weitere Details könnten beim Kölner Tunnelbautag am 4. März 2026 präsentiert werden, wo ein Vortrag zum Projekt geplant ist.
Der Rettungstunnel erhöht die Sicherheit durch klare Fluchtwege und die Zufahrt für Einsatzfahrzeuge. Die Sprengarbeiten erfolgen etappenweise, wobei Vorsichtsmaßnahmen für die umliegenden Immobilien getroffen werden. Aktualisierungen zu Zeitplänen und zusätzlichen Maßnahmen könnten auf der anstehenden Fachveranstaltung bekannt gegeben werden.
