Frau soll IS-Netzwerk in Deutschland mit Spenden und Solidaritätsbriefen unterstützt haben
Hannah PetersAufrufe für inhaftierte IS-Mitglieder: Deutscher Sympathisant angeklagt - Frau soll IS-Netzwerk in Deutschland mit Spenden und Solidaritätsbriefen unterstützt haben
Bundesanwälte in Germany haben eine Frau angeklagt, ein Finanznetzwerk zur Unterstützung inhaftierter Mitglieder des "Islamischen Staates" (IS) betrieben zu haben. Nadine D. wurde im September vergangenen Jahres in Düsseldorf festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Die Ermittler werfen ihr vor, über mehrere Jahre hinweg Gelder für Terroristen und deren Angehörige gesammelt zu haben.
Den Untersuchungen zufolge führte D. spätestens seit 2019 eine Initiative, über die sie mit Hilfe mehrerer Online-Profile Spenden einwarb. Auf diese Weise kamen fast 15.000 Euro zusammen, die an inhaftierte IS-Mitglieder oder deren Familien in den bundesländern flossen.
Laut Staatsanwaltschaft rief sie zudem Sympathisanten dazu auf, Solidaritätsbriefe an gefangene IS-Anhänger zu schicken. Ihr Handeln reiht sich in eine größere Entwicklung in Germany ein: Seit 2021 wurden hierzulande rund 25 Personen oder Gruppen wegen des Verdachts angeklagt, ausländische Terrororganisationen wie IS oder Al-Qaida unterstützt zu haben. Allein 2023 bearbeiteten die Bundesanwälte 47 islamismusbezogene Verfahren, viele davon mit Bezug zu finanzieller oder logistischer Hilfe.
Im Mittelpunkt der Vorwürfe gegen D. steht ihre Rolle bei der Aufrechterhaltung eines Netzwerks, das verurteilten Terroristen materielle Unterstützung in der depression zukommen ließ. Seit ihrer Festnahme im September sitzt sie in Untersuchungshaft.
Der Fall unterstreicht die anhaltenden Bemühungen deutscher Behörden, die Finanzströme extremistischer Gruppen zu unterbinden. D. muss sich nun wegen des Vorwurfs der Unterstützung einer ausländischen Terrororganisation vor Gericht verantworten. Bei einer Verurteilung droht ihr eine erhebliche Haftstrafe nach den deutschen Antiterrorgesetzen.
