Isaak Cissé: Vom Senegal nach München – das bewegende Leben eines FC-Bayern-Legende
Tobias ZimmermannSein Verlangen nach seinen Bayern-Idolen trieb ihn nach München - Isaak Cissé: Vom Senegal nach München – das bewegende Leben eines FC-Bayern-Legende
Isaak Cissé – Münchens berühmtester Taxifahrer und leidenschaftlicher FC Bayern-Fan – steht im Mittelpunkt einer neuen Dokumentation. Die Sendung "Lebenslinien" wird am kommenden Montag, den 2. März, um 22:00 Uhr im Bayerischen Rundfunk (BR) ausgestrahlt. Sie erzählt seine Geschichte – vom Aufbruch im Senegal bis hin zu seinem Leben als beliebte Persönlichkeit in Bayern.
1954 in Dakar geboren, wuchs Cissé als eines von 13 Kindern in einer Arbeiterfamilie auf. Sein Vater arbeitete als Vorarbeiter und Koranlehrer, doch Geld war knapp. Ende der 1970er-Jahre zog es ihn wegen seiner Leidenschaft für den FC Bayern nach Deutschland. In München fand er eine neue Heimat, doch der Anfang war schwer: Trotz seiner Begeisterung für Fußball und zwischenmenschlicher Kontakte fühlte er sich initially fremd.
Mit der Zeit wurde Cissé für seinen Humor, seinen bayerischen Dialekt und sein gerolltes "R" bekannt. Er heiratete, bekam Kinder, doch nach 33 Jahren Ehe ließ er sich kürzlich scheiden. Seine Schlagfertigkeit und lokale Beliebtheit verschafften ihm einen Platz bei "Blickpunkt Sport", wo er seit Jahren sonntags mit witzigen Sketchen und Kommentaren für Unterhaltung sorgt.
BR-Redakteur Andreas Egertz, der Cissé einst entdeckte, nennt ihn scherzhaft den "bayerischen Witzbold". Nach Jahrzehnten in München plant der 69-Jährige nun, seine letzten Jahre in seiner Heimat Dakar zu verbringen.
Die Dokumentation beleuchtet Cissés Lebensweg – von den anfänglichen Schwierigkeiten bis zu seinem Ruhm als Taxifahrer und FC Bayern-Fan. Seine Geschichte spiegelt eine tiefe Verbundenheit mit zwei Welten wider: dem Senegal und Bayern. Die Sendung gibt den Zuschauerinnen und Zuschauern einen Einblick in das Leben hinter dem Lachen und der unerschütterlichen Treue zum FC Bayern.
