Apotheker rettet Barbara-Apotheke in Hamm vor dem Aus und setzt auf Digitalisierung
Jana HerrmannApotheker rettet Barbara-Apotheke in Hamm vor dem Aus und setzt auf Digitalisierung
Aykut Akkaya, ein 31-jähriger Apotheker, hat trotz der Insolvenz des Vorgängerbetriebs die Barbara-Apotheke in Hamm übernommen. Der Schritt erfolgt zu einer Zeit, in der die deutsche Apothekenbranche unter wachsendem finanziellen Druck steht – seit 2020 mussten über 2.000 Apotheken schließen. Akkaya jedoch sieht großes Potenzial in dem Standort und plant, den Betrieb zu modernisieren.
Die Barbara-Apotheke ist die einzige in ihrem Einzugsgebiet, was Akkaya von ihrem Wert überzeugte. Zwar ist das Geschäft mittlerweile stabil, doch musste er detaillierte Finanzprognosen vorlegen, um die Bank für die Übernahme zu gewinnen. Strengere Kreditvergaberichtlinien und Branchenherausforderungen machten den Prozess anspruchsvoller als sonst üblich.
Akkaya betreibt bereits die Zeppelin-Apotheke in Ahlen, die er vor einem Jahr übernahm, nachdem er sie vier Jahre lang geleitet hatte. Beide Standorte beschäftigen nun jeweils 13 Mitarbeiter, und er ist zuversichtlich, sie effizient zu führen. Frühere Probleme der Barbara-Apotheke, wie hohe Personalkosten, wurden bereits behoben.
Um die Apotheken zukunftsfähig zu machen, will Akkaya die digitalen Angebote ausbauen. Dazu gehören die Erweiterung der Online-Bestellmöglichkeiten und eine stärkere Präsenz in sozialen Medien, um jüngere Kunden zu gewinnen.
Die Übernahme festigt Akkayas wachsende Position in der Apothekenbranche. Mit nun zwei Standorten unter seiner Leitung setzt er auf Effizienzsteigerungen und eine bessere Kundenansprache durch digitale Modernisierungen. Die einzigartige Lage der Barbara-Apotheke in Hamm bildet dabei eine solide Grundlage für seine Pläne.
