Wiesbadens Kinderkarnevalsumzug strahlt bunter als je zuvor am Nelkensamstag
Hannah PetersWiesbadens Kinderkarnevalsumzug strahlt bunter als je zuvor am Nelkensamstag
Wiesbadens Innenstadt erstrahlte am Nelkensamstag zum Kinderkarnevalsumzug – größer und bunter als in den Vorjahren
Am Nelkensamstag erwachte das Herz von Wiesbaden zum Leben: Der traditionelle Kinderkarnevalsumzug lockte dieses Jahr mehr Besucher als in den vergangenen Jahren. Familien und Jecken füllten die Straßen und verwandelten das Stadtzentrum für einige Stunden in ein farbenfrohes Spektakel. Nach Jahren der Einschränkungen und kleinerer Veranstaltungen kehrte der Umzug damit vollumfänglich zu seiner alten Pracht zurück.
Um 15:33 Uhr startete der Zug vom Luisenplatz aus, wo sich die Teilnehmer in prächtigen Kostümen für den Umzug formierten. An der Spitze: das diesjährige Kinderkarnevalsprinzenpaar, Prinz Noah I. und Prinzessin Viktoria I., die den Zuschauern von einem geschmückten Cabrio aus zuwinkten.
Während der Zug durch die Straßen zog, wurde das Rathaus zum Mittelpunkt des Geschehens, als eine Gruppe als "Narren" verkleideter Teilnehmer das Gebäude spielerisch "stürmte". Ihre lustigen Aktionen sorgten für begeisterten Applaus, bevor sie Süßigkeiten an die Menge verteilten. Gleichzeitig sorgten Polizei und Helfer des Deutschen Roten Kreuzes für Sicherheit entlang der Route.
Nach dem Umzug überreichten Dr. Patricia Becher, Wiesbadens Dezernentin für Soziales, und Dr. Gerhard Obermayr, Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung, Preise an die besten Fußgruppen. Die Zahl der teilnehmenden Kinder- und Jugendgruppen ist in den letzten fünf Jahren stetig gewachsen – von nur zwölf im pandemiegeprägten Jahr 2021 auf 22 in diesem Jahr. Seit 2024 legen die Veranstalter zudem Wert auf nachhaltige Kostüme und digitale Anmeldungen, was einen Wandel in der Organisation des Events widerspiegelt.
Für einige Stunden verwandelte der Umzug Wiesbadens Straßen in eine lebendige Bühne – mit mehr Besuchern als in den Vorjahren. Die Rückkehr zu einer vollumfänglichen Feier folgt auf eine Phase mit eingeschränkter Teilnahme und Absagen. Nun blicken Veranstalter und Teilnehmer optimistisch in die Zukunft: mit dem Ziel, die Tradition unter den Vorzeichen von Nachhaltigkeit und Gemeinschaftsengagement weiterzuführen.
