Verallia schließt Essen-Werk: 310 Jobs in Gefahr und Stadt sucht Lösungen
Jana HerrmannVerallia schließt Essen-Werk: 310 Jobs in Gefahr und Stadt sucht Lösungen
Der Glashersteller Verallia hat angekündigt, sein Werk in Essen zu schließen. Durch die Schließung sind 310 Arbeitsplätze bedroht. Oberbürgermeister Thomas Kufen bezeichnete die Entscheidung als "herben Rückschlag für den Industriestandort Essen".
Der Schritt des Unternehmens ist Teil eines größeren Trends des industriellen Niedergangs in der Region. In den vergangenen fünf Jahren gingen in Essen rund 12.000 Arbeitsplätze verloren oder wurden umstrukturiert – vor allem in der Stahl- und Automobilindustrie. Unternehmen wie ThyssenKrupp sowie die Folgen der Werksstilllegung von Opel in Bochum trugen maßgeblich zu diesem Rückgang bei, wie die IG Metall und lokale Arbeitsmarktberichte bestätigen.
Die Stadt Essen hat zugesagt, eng mit Verallia und der Arbeitsagentur zusammenzuarbeiten, um die betroffenen Beschäftigten zu unterstützen. In Gesprächen mit dem Betriebsrat und der Unternehmensführung soll es um neue Perspektiven für den Standort und die Mitarbeiter gehen.
Die Werksschließung stellt eine weitere Belastung für Essens industrielle Basis dar. Die lokalen Behörden werden sich nun darauf konzentrieren, den Arbeitsplatzabbau abzufedern und mögliche Nachnutzungen für das Gelände zu prüfen. Ziel ist es, den 310 von Entlassungen bedrohten Arbeitnehmern konkrete Hilfen anzubieten.
