KiK plant bis zu 400 Filialschließungen – auch in Deutschland betroffen
Tobias ZimmermannKiK plant bis zu 400 Filialschließungen – auch in Deutschland betroffen
Der deutsche Discounter KiK hat Pläne bekannt gegeben, sein Filialnetz in Europa umzustrukturieren. Das Unternehmen, das fast 4.300 Geschäfte in 14 Ländern betreibt, rechnet zwar 2024 mit einem leichten Umsatzanstieg, bereitet sich aber darauf vor, schlecht laufende Standorte zu schließen, um die Kosten zu senken. Bis zu 400 Filialen – darunter rund 170 in Deutschland – werden derzeit auf eine mögliche Schließung überprüft.
KiK, 1994 in Bönen (Nordrhein-Westfalen) gegründet, beschäftigt über 32.000 Mitarbeiter. Trotz eines prognostizierten Umsatzzuwachses auf etwa 2,43 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2024 ergreift das Unternehmen Maßnahmen zur Ausgabenreduzierung. Dazu gehört die Schließung von rund 50 Filialen Anfang 2026, die Hälfte davon in Deutschland. Konkrete Standorte wurden jedoch noch nicht genannt, da die endgültigen Pläne für das Filialnetz noch nicht abgeschlossen sind.
Neben Schließungen prüft KiK auch kürzere Öffnungszeiten, um Personalkosten zu sparen. Betroffen wären davon nicht nur Filialen in Deutschland, sondern auch in Spanien und Portugal. Die Anpassungen sind Teil einer umfassenden Strategie, um die Effizienz der europäischen Aktivitäten zu steigern.
Welche der 400 gefährdeten Filialen endgültig geschlossen werden, hat der Händler noch nicht bestätigt. Die Entscheidungen werden voraussichtlich von Leistungsbewertungen und den lokalen Marktbedingungen in den kommenden Monaten abhängen.
Ziel der Umstrukturierung ist es, die Geschäftsprozesse von KiK zu straffen und gleichzeitig das Umsatzwachstum zu sichern. Mit möglichen Schließungen und verkürzten Öffnungszeiten im Raum setzt das Unternehmen auf Kostendämpfung. Endgültige Beschlüsse zu Filialschließungen und Änderungen der Öffnungszeiten werden erwartet, sobald der Planungsprozess abgeschlossen ist.
