Minister Liminski kann weiterhin kostenlos die Kölner Dom betreten - Kölner Dom führt 2026 erstmals Eintrittsgeld für Touristen ein
Kölner Dom führt ab 2026 Eintrittsgeld für Touristen ein
Ab Juli 2026 wird der Kölner Dom von Touristen ein Eintrittsgeld für den Besuch des Innenraums verlangen. Mit der Neuregelung sollen die immensen Kosten für die Erhaltung des historischen Bauwerks mitfinanziert werden. Jährlich besuchen rund sechs Millionen Menschen die Kathedrale – die meisten von ihnen als Touristen.
Am 5. März 2026 gab Dompropst Guido Assmann die geplante Maßnahme in Köln bekannt. Die genaue Höhe der Gebühr steht noch nicht fest, soll aber in den kommenden Wochen festgelegt werden. Die Verantwortlichen erhoffen sich durch die Einführung des Entgelts ein größeres Bewusstsein für die hohen Unterhaltungskosten des Doms.
Ausnahme für Minister Liminski Nordrhein-Westfalens Europaminister Nathanael Liminski wird die Gebühr nicht zahlen müssen. Als Mitglied des Dombauvereins ist er von der Regelung ausgenommen. Liminski scherzte über seinen Vorteil und sagte: "Es muss ja auch Vorteile geben, wenn man als besonders katholisch gilt."
Gleichzeitig betont der Minister, dass das Eintrittsgeld die finanzielle Belastung bei der Erhaltung des Wahrzeichens deutlicher machen werde. Der Kölner Dom, seit 1996 UNESCO-Weltkulturerbe, ist auf Spenden und öffentliche Mittel angewiesen, um seinen Betrieb aufrechtzuerhalten.
Die neue Regelung tritt im Juli 2026 in Kraft, die genaue Summe steht jedoch noch nicht fest. Damit leisten Touristen erstmals einen direkten Beitrag zur Instandhaltung der Kathedrale. Die Entscheidung folgt auf jahrelang steigende Kosten und Millionen von Besuchern pro Jahr.
