26 February 2026, 06:23

Dormagen zeigt, wie Fairtrade-Städte mit kreativen Aktionen überzeugen

Eine große Gruppe von Menschen versammelt sich in einem Raum voller Stände, Banner, Tische, Stühle und Ballons, mit einem Gebäude im Hintergrund, das Bögen, Säulen, Geländer und einen Bildschirm aufweist.

Dormagen zeigt, wie Fairtrade-Städte mit kreativen Aktionen überzeugen

Deutschland zählt nun 935 offiziell zertifizierte Fairtrade-Städte, darunter seit dem 29. Januar 2026 auch Herzogenrath als neuester Zugewinn. Besonders vorbildlich zeigt sich seit Langem Dormagen: Die Stadt engagiert sich seit Jahren für den fairen Handel und erhielt 2022 nach intensiver Kampagnenarbeit die Rezertifizierung. Aktuell beteiligt sie sich an der bundesweiten Aktion Fairbruary, die Verbraucherinnen und Verbraucher zum Griff zu Fairtrade-Produkten motivieren soll.

Dormagens Einsatz für fairen Handel blickt auf eine über zwanzigjährige Geschichte zurück. Der Eine-Welt-Laden der Dormagener Agenda 21 verkauft seit seiner Gründung ethisch hergestellte Waren, während die Stadtverwaltung die Bewegung seit 2017 aktiv unterstützt.

Ein Höhepunkt der diesjährigen Fairbruary-Kampagne ist eine Kaffeeverkostung am 27. Februar 2023. Von 9:30 bis 13:00 Uhr können Interessierte im Eine-Welt-Laden verschiedene Fairtrade-Kaffees probieren, an einem Kaffee-Quiz teilnehmen und sich für die Verlosung eines 25-Euro-Gutscheins anmelden. Gleichzeitig erfahren sie mehr über die Herkunft der Bohnen.

Auch Schulen vor Ort machen mit: Am Norbert-Gymnasium Knechtsteden organisiert das Fairtrade-Team in den Pausen Informations- und Verkaufsstände. Schülerinnen und Schüler finden dort zudem einen "Fair-o-maten" – einen Automaten mit Snacks und Süßigkeiten von Marken wie El Puente, GEPA und Tony's Chocolonely. Ziel ist es, junge Kundschaft mit fair gehandelten Alternativen vertraut zu machen.

Die Fairbruary-Kampagne selbst setzt sich für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen von Bäuerinnen, Bauern und Arbeiterinnen und Arbeitern weltweit ein. Wer zu Fairtrade-zertifizierten Produkten greift, trägt dazu bei, dass in den Produzentenländern höhere Löhne und sichere Arbeitsumfelder Realität werden.

Dormagens Engagement steht exemplarisch für einen bundesweiten Trend: 935 Städte tragen inzwischen den Fairtrade-Titel. Mit einer Mischung aus öffentlichen Veranstaltungen, Schulprojekten und langfristiger Unterstützung im Einzelhandel zeigt die Stadt, wie lokales Handeln nachhaltigen Konsum fördern kann. Während der Fairbruary-Aktion hoffen die Organisatoren, dass noch mehr Bürgerinnen und Bürger im Alltag zu Fairtrade-Produkten greifen.

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