VAR-Chaos in Münster: Fans stoppen Spiel durch Angriff auf Schiedsrichter-Technik
Tobias ZimmermannVAR-Chaos in Münster: Fans stoppen Spiel durch Angriff auf Schiedsrichter-Technik
Zweitliga-Spiel zwischen SC Preußen Münster und Hertha BSC nach VAR-Störung unterbrochen
Ein Spiel der 2. Bundesliga zwischen dem SC Preußen Münster und Hertha BSC wurde unterbrochen, als zwei Fans den Bildschirm des Video-Assistenten (VAR) am Spielfeldrand attackierten. Durch den Vorfall fiel der Monitor aus, sodass die Schiedsrichter auf ein Ersatzsystem ausweichen mussten. Münster verurteilte die Aktion später scharf und kündigte Konsequenzen für die Beteiligten an.
Die Störung ereignete sich während der Partie, als zwei Anhänger auf das Feld liefen und den VAR-Monitor abschalteten. Schiedsrichter Felix Bickel unterbrach das Spiel und wartete auf die Wiederherstellung des Systems. Da der Bildschirm weiterhin nicht funktionierte, holte er sich Rat vom VAR-Team in Köln, das die Situation per Fernzugriff begleitete.
Nach Rücksprache wurde Hertha BSC schließlich ein Elfmeter zugesprochen. Unterdessen zeigten Münster-Fans ein Transparent mit der Aufschrift "VAR abschalten", womit sie ihre Frustration über die Technologie zum Ausdruck brachten.
Nach dem Spiel kritisierte der SC Preußen Münster den Vorfall in scharfen Worten. Der Verein kündigte an, die Verantwortlichen zu ermitteln und gegen sie vorzugehen. Zudem wurden umgehend Maßnahmen ergriffen, um ähnliche Zwischenfälle in zukünftigen Spielen zu verhindern.
Das Spiel wurde fortgesetzt, nachdem das VAR-System wiederhergestellt worden war. Dennoch warf der Vorfall Fragen zur Sicherheit auf. Münsters Reaktion umfasste verschärfte Kontrollen am Spielfeldrand sowie das Versprechen, die Täter zur Verantwortung zu ziehen. Bisher liegen keine Meldungen über weitere Ligamaßnahmen oder eine Stellungnahme des DFB vor.
