25 February 2026, 00:14

Menden enthüllt Mahnmal für ermordete Sinti- und Roma-Kinder am 9. März 2026

Eine große Anzahl von rechteckigen Betonplatten in verschiedenen Höhen, die in einem Raster auf einem geneigten Feld angeordnet sind, mit einer bedrückenden Atmosphäre.

Menden enthüllt Mahnmal für ermordete Sinti- und Roma-Kinder am 9. März 2026

Neues Mahnmal für die Opfer des NS-Völkermords an Sinti und Roma wird am 9. März 2026 in Menden enthüllt

Die Enthüllung eines neuen Mahnmals für die Opfer des nationalsozialistischen Völkermords an Sinti und Roma in Menden am 9. März 2026 markiert einen bedeutenden Schritt der Stadt im Gedenken an die Verfolgten des Holocaust. Mindestens 46 Sinti aus Menden wurden im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau ermordet, darunter Mütter und 23 kleine Kinder.

Die Initiative zur Errichtung des Mahnmals ging auf eine Bürgerpetition zurück, die am 13. März 2024 die Zustimmung des Mendener Kulturausschusses erhielt. Die Feierlichkeiten beginnen um 17:00 Uhr mit einem Gottesdienst in der St.-Vinzenz-Kirche. Pfarrer Jürgen Senkbeil wird die Zeremonie gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Initiative augen auf! sowie Viertklässlern der Anne-Frank-Grundschule gestalten.

Im Anschluss findet auf dem Kirchplatz die offizielle Einweihung statt. Roman Franz, Vorsitzender des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma in Nordrhein-Westfalen, wird in einer Rede an das Schicksal der 500.000 von den Nationalsozialisten verfolgten Sinti und Roma erinnern. Unter den Opfern aus Menden befanden sich sechs Kinder und Säuglinge, die den grausamen Experimenten des Lagerarztes Josef Mengele ausgesetzt waren.

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Bürgermeisterin Manuela Schmidt wird die Gäste begrüßen und die Bedeutung des Mahnmals für die Erinnerungskultur Mendens betonen. Als Ehrengast nimmt Dr. Bernd Schulte, Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalens, an der Veranstaltung teil. Ab 2026 wird der 9. März jährlich als Gedenktag an die Verbrechen gegen Sinti und Roma begangen.

Das Mahnmal in Menden ehrt die 46 ermordeten Sinti aus der Region, darunter ganze Familien und Kinder. Seine Errichtung unterstreicht das anhaltende Bemühen, die Opfer der NS-Verfolgung zu würdigen und ihr Andenken wachzuhalten. Der jährliche Gedenktag am 9. März soll sicherstellen, dass ihre Geschichten im öffentlichen Bewusstsein verankert bleiben.