NRW-Schulen wechseln wegen extremer Glättewarnung zum Distanzunterricht
Jana HerrmannEltern fordern frühere Informationen zu Schulschließungen in NRW - NRW-Schulen wechseln wegen extremer Glättewarnung zum Distanzunterricht
Schulen in Nordrhein-Westfalen stellen wegen Glättewarnung auf Distanzunterricht um
An allen Schulen in Nordrhein-Westfalen (NRW) fand am Montag, dem 12. Januar 2026, aufgrund schwerer Glättewarnungen nur Distanzunterricht statt. Die Landesregierung informierte Schulen und Eltern am Sonntagabend, nachdem der Deutsche Wetterdienst (DWD) frühzeitig vor der extremen Wetterlage gewarnt hatte. Behörden betonten, dass die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler ausschlaggebend für die Entscheidung gewesen sei.
Das NRW-Schulministerium hatte bereits am Freitag vor möglichen Schulschließungen gewarnt. Die endgültige Anordnung zum Wechsel auf Distanzunterricht erfolgte jedoch erst am Sonntagabend. Bildungsministerin Dorothee Feller erklärte, die Vorabinformation am Freitag habe den Schulen Vorbereitungszeit geben sollen, doch die offizielle Bekanntgabe sei aufgrund sich ändernder Wetterprognosen später erfolgt.
Der Deutsche Wetterdienst hatte zwar eine vorläufige Warnung herausgegeben, die endgültige Bestätigung der extremen Glättegefahr traf jedoch erst spät am Sonntag ein. Um den Schulen möglichst viel Vorbereitungszeit zu ermöglichen, verschickte die Landesregierung E-Mails an die Einrichtungen, noch bevor die offizielle Warnung veröffentlicht wurde. Für Kinder, die dennoch in die Schulen kamen, wurde eine Notbetreuung organisiert – wenn auch Berichten zufolge einige Grundschulen diese nicht anboten.
Josephine Behrens, Vorsitzende des Landeselternverbandes, unterstützte die Schließungen, kritisierte jedoch den späten Zeitpunkt der Entscheidung. Eltern hätten bereits am Freitag informiert werden müssen, um berufstätigen Familien mehr Zeit für die Organisation alternativer Betreuung zu geben, argumentierte sie. Der Verband fordert seitdem, bei künftigen wetterbedingten Unterbrechungen frühzeitiger zu warnen.
Die Entscheidung zum Distanzunterricht wurde angesichts der Glättegefahr weitgehend als notwendig angesehen. Zwar boten die meisten Schulen eine Notbetreuung an, doch die späte Bekanntgabe am Sonntag brachte einige Eltern in letzter Minute in Bedrängnis. Der Landeselternverband drängt weiterhin auf schnellere Kommunikation in ähnlichen Situationen.
