17 January 2026, 18:41

Massive Iran-Proteste in Köln: Tausende erwarten die Behörden am Samstag

Eine Menschenmenge steht vor dem Brandenburger Tor in Berlin, Deutschland, mit Fahnen und Plakaten in den Händen, mit einer Banner auf der rechten Seite.

Massive Iran-Proteste in Köln: Tausende erwarten die Behörden am Samstag

Tausende Menschen werden voraussichtlich an diesem Samstag in Köln zusammenkommen, um gegen das klerikale Regime im Iran zu protestieren. Acht separate Kundgebungen wurden bei der örtlichen Polizei angemeldet, die meisten davon in der Nähe der Innenstadt und des Kölner Doms. Die Behörden rechnen mit großen Menschenmengen und möglichen Verkehrsbehinderungen in zentralen Bereichen.

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Die Proteste sind Teil der landesweiten iranischen Demonstrationen 2025–2026, die weitgehend führerlos bleiben. Zwar koordiniert keine einzelne Gruppe die Kundgebungen bundesweit, doch rief Reza Pahlavi, der iranische Kronprinz, am 8. Januar 2026 zu gemeinschaftlichem Handeln auf. Auch die Komala-Partei des iranischen Kurdistan hat zu einem Generalstreik aufgerufen, unterstützt von sechs weiteren kurdischen Oppositionsgruppen, darunter KDPI, PAK und PJAK.

Jede der Kundgebungen in Köln könnte bis zu 800 Teilnehmer anziehen, sodass mit mehreren tausend Demonstranten auf den Straßen zu rechnen ist. Die Veranstalter warnen, dass sich die Teilnehmenden zwischen den Orten bewegen könnten, was die Einschätzung der Menschenmengen und Verkehrsstaus erschwert. Die Polizei wird alle Versammlungsorte überwachen, um die Sicherheit zu gewährleisten. Zudem ist am Zülpicher Platz eine kleinere, nicht damit zusammenhängende Demonstration gegen die US-Politik in Venezuela geplant, an der etwa 50 Personen teilnehmen sollen. Mit Behinderungen ist insbesondere rund um den Dom und den Hauptbahnhof zu rechnen. Autofahrer und Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs wurden aufgefordert, sich auf mögliche Verzögerungen einzustellen.

Die Demonstrationen werden zu den größten Zusammenkünften in Köln in diesem Jahr zählen. Angesichts mehrerer Kundgebungen und sich bewegender Menschenmengen wird die Polizei mit starkem Aufgebot vor Ort sein, um Unruhen zu verhindern. Mit erheblichen Verzögerungen im Verkehr und im öffentlichen Nahverkehr ist zu rechnen, besonders in der Nähe bedeutender Wahrzeichen und Verkehrsknotenpunkte.