Bürger pachten Äcker und bauen ihr eigenes Gemüse an – ein Projekt mit Mehrwert
Jana HerrmannBürger pachten Äcker und bauen ihr eigenes Gemüse an – ein Projekt mit Mehrwert
Ein einzigartiges Landwirtschaftsprojekt in Nordrhein-Westfalen gibt Bürgern die Möglichkeit, auf gepachteten Flächen ihr eigenes Gemüse anzubauen. Der Landwirt Günter Maas hat sich mit der Universität Bonn zusammengetan, um die Initiative ins Leben zu rufen – die zugleich untersucht, ob solche Modelle für Bauern wirtschaftlich tragfähig sein können. Die Teilnehmer betonen, dass das Projekt mehr als nur frische Erzeugnisse bietet: Es stärkt auch das psychische Wohlbefinden.
Das Vorhaben mit dem Namen „Gemüseproduktion in der Rheinregion“ ermöglicht es Privatpersonen, kleine Abschnitte von Maas’ Äckern zu pachten und dort selbst Gemüse anzubauen. Professor Dr. Hartmut Stützel von der Universität Bonn begleitet den Landwirt bei der Bewertung der praktischen und wirtschaftlichen Aspekte des Konzepts.
Zuschauer der WDR-Sendung „Lokalzeit LandSchafft“ zeigten sich begeistert von der Idee. Einer merkte an, dass die Pachtpreise – rund 300 Euro für ein vergleichbares Stück Land in Nürnberg – fair seien. Andere berichteten, wie der aktive Prozess des Gärtnerns ihre Stimmung und Konzentration verbessert habe. Für viele Beteiligte fühlt sich die Investition in die Pacht wie eine Ausgabe für die eigene psychische Gesundheit an. Das Projekt hat sogar einige dazu inspiriert, nach ähnlichen Angeboten in ihrer Region zu suchen.
Die Zusammenarbeit zwischen Maas und der Universität soll erproben, ob dieses Modell langfristig auch für Landwirte rentabel sein kann. Die Teilnehmer ernten nicht nur frisches Gemüse, sondern gewinnen auch ein neues Gefühl der Verbundenheit mit der Natur. Gleichzeitig stößt das Projekt auf wachsendes Interesse bei allen, die selbst einmal ausprobieren möchten, wie es sich anfühlt, das eigene Essen anzubauen.
