Voigt warnt: Angriffe auf Stromnetze bedrohen unser Überleben
Carsten Voigt, Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag von Nordrhein-Westfalen, hat gewarnt, dass der Schutz kritischer Infrastrukturen für Städte und Gemeinden mittlerweile eine Frage des Überlebens sei. Seine Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund eines jüngsten Angriffs auf das Berliner Stromnetz, durch den 45.000 Haushalte ohne Strom, Heizung und Licht ausfielen. Voigt betonte, dass Ausfälle bei grundlegenden Dienstleistungen wie Energie, Wasser oder Gesundheitsversorgung das tägliche Leben schwerwiegend beeinträchtigen können.
Voigt wies zudem auf die wachsende Bedrohung durch linksextremistischen Terrorismus hin, bei dem Anschläge auf Infrastruktur tödliche Folgen haben könnten. Er forderte alle staatlichen Ebenen auf, dringend Maßnahmen zu ergreifen, um lebenswichtige Systeme vor solchen Risiken zu schützen.
Als Beispiel nannte Voigt den Brand unter der Wupperbrücke in Burg, der zeige, wie schnell Gemeinden den Zugang zu Energie und Kommunikation verlieren könnten. Er dankte den Mitarbeitenden der TBS und der kommunalen Versorgungsbetriebe für ihren Einsatz, um Verkehr und Dienstleistungen während der Winterwartung aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig warnte er, dass mehr getan werden müsse, um gezielte Angriffe zu verhindern.
In Nordrhein-Westfalen ist der Schutz der Infrastruktur eine gemeinsame Aufgabe. Öffentliche Stellen – darunter die Landesregierung, ihre Ministerien und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe – arbeiten eng mit Betreibern wie Energieversorgern und Krankenhäusern zusammen. Branchenverbände wie der Bundesverband für den Schutz Kritischer Infrastrukturen (BSKI) und der eco – Verband der Internetwirtschaft unterstützen zusätzlich durch Fachwissen und Koordination.
Innenminister Herbert Reul ergänzte, dass öffentlich zugängliche Informationen über Stromleitungen und Kabelknotenpunkte diese zu leichteren Zielen machen könnten. Voigt unterstrich dies und betonte, dass Infrastrukturschutz nicht allein Aufgabe des Staates sei, sondern auch die Zusammenarbeit mit Unternehmen und der Zivilgesellschaft erfordere.
Sein Appell kommt zu einer Zeit, in der die Verwundbarkeit essenzieller Dienstleistungen zunehmend Sorgen bereitet. Ohne stärkere Schutzmaßnahmen, warnte er, könnte bereits ein einzelner Anschlag ganze Regionen lahmlegen.
Voigts Warnungen folgen einem realen Vorfall in Berlin, wo ein Angriff auf das Stromnetz tausende Haushalte von der Versorgung abschnitt. Er drängt Behörden, Unternehmen und die Öffentlichkeit nun dazu, gemeinsam kritische Systeme abzusichern. Der Fokus liegt nun darauf, robustere Schutzmechanismen zu implementieren, bevor weitere Bedrohungen Wirklichkeit werden.
