"Richi"-Meme sorgt für Streit: Familie stoppt virale Bagger-Sturz-Hymne
Hannah Peters"Richi"-Meme sorgt für Streit: Familie stoppt virale Bagger-Sturz-Hymne
Eine Schweizer Familie hat Bedenken wegen der unbefugten Nutzung eines viralen Memes geäußert, das den Sturz ihres Sohnes von einem Bagger zeigt. Der Ausschnitt, der aus einer TV-Sendung von 2010 stammt, wurde zur Grundlage für einen beliebten Song und sogar eine Eishockey-Torhymne – alles ohne ihre Erlaubnis.
Das als "Richi" bekannte Meme tauchte erstmals in einer Folge der Sendung Auf und davon beim Schweizer Sender SRF auf. Darin ist zu sehen, wie ein kleiner Junge von einem Bagger fällt, während sein Vater, Hermann Schömbächler, erschrocken ruft. Über ein Jahrzehnt später erlebte der Moment ein Comeback, als die Schweizer Band Stubete Gäng 2022 einen Song veröffentlichte, der die Stimme des Vaters und das Bagger-Motiv aufgriff.
Der Titel wurde rasant populär und avancierte sogar zur offiziellen Torhymne der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2024 in Prag. Zudem erschienen ohne Beteiligung der Familie Merchandise-Artikel wie Socken, Aufnäher und ein Kinderbuch.
Nachdem die Familie öffentlich Kritik übt, verzichtete der Schweizer Eishockeyverband auf den Song als Hymne. Stubete Gäng kündigte daraufhin an, den Track neu aufzunehmen – diesmal ohne Schömbächlers Stimme, um die unbefugte Nutzung zu bereinigen.
Die Einwände der Familie haben zu Veränderungen in der Verwendung des Memes geführt: Der Verband spielt den Song nicht mehr, und die Band überarbeitet ihre Version. Der Fall wirft einmal mehr die Frage auf, wie mit Inhalten umgegangen wird, die ohne Zustimmung der ursprünglich Abgebildeten weiterverwendet werden.






