27 March 2026, 18:08

Bergisch Gladbach steht vor der Pleite – bis 2027 droht die Zahlungsunfähigkeit

Plakat mit der Aufschrift "Wir reduzieren die Treibhausgasemissionen um etwa eine Gigatonne bis 2030" mit Logo, das die Reduzierung der Treibhausgasemissionen bis 2030 fordert.

Bergisch Gladbach steht vor der Pleite – bis 2027 droht die Zahlungsunfähigkeit

Bergisch Gladbach steuert auf eine sich verschärfende Finanzkrise zu – bis 2027 droht die Zahlungsunfähigkeit. Der Haushaltsentwurf für 2026 weist ein voraussichtliches Defizit von knapp 50 Millionen Euro aus, was Steuererhöhungen erzwingt und eine Debatte über Kürzungen bei den Ausgaben auslöst. Auch die lokale Wirtschaft leidet: Durch regulatorische Belastungen wie das Gebäudeenergiegesetz und die CO₂-Bepreisung gehen immer mehr Arbeitsplätze verloren.

Die prekäre Finanzlage der Stadt wurde kürzlich in einer Haushaltsrede des AfD-Politikers Florian Fornoff offen gelegt. Seine Partei schlug einen Zehn-Punkte-Plan vor, um die Krise ohne Steuererhöhungen abzufedern. Dazu gehören die Abschaffung des Klimaschutzmanagements und der kommunalen Wärmeplanung, der Abbau von Personal in den Bereichen Personalwesen und Buchhaltung sowie der Ausbau der städtischen Kinderbetreuung.

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Industrieller Niedergang trifft die Region hart Der Dämmstoffhersteller Isover hat die Produktion eingestellt – 160 Arbeitsplätze fallen weg. Die traditionsreiche Papierfabrik Zanders brach unter einer Forderung von sieben Millionen Euro für CO₂-Zertifikate zusammen, wodurch 380 Stellen gestrichen wurden und fast 200 Jahre lokale Industriegeschichte endeten. Bereits im Februar 2026 warnte Dr. Uwe Vetterlein, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer, vor einer unaufhaltsamen Deindustrialisierung. Eine Umfrage aus dem Jahr 2025 hatte ergeben, dass bereits 38 Prozent der Industriebetriebe im Kreis Entlassungen planten.

Kritiker monieren, dass die Ausgaben für Klimaschutz in der Stadt kaum Wirkung zeigen. Trotz der investierten Mittel bleiben die Bürgerinnen und Bürger weiter von Hochwasserrisiken betroffen. Zudem liegen die Hebesätze in Bergisch Gladbach über dem Durchschnitt vergleichbarer Städte, was Haushalte und Unternehmen zusätzlich belastet.

Steuern steigen, Sparpläne werden diskutiert Der Haushalt 2026 sieht höhere Abgaben für die Bürger vor, während die Kostensenkungsvorschläge der AfD noch beraten werden. Angesichts beschleunigter Arbeitsplatzverluste in der Industrie und einer sich weiter verschlechternden Finanzlage muss die Stadtverwaltung nun abwägen, wie sie Kürzungen mit dem Erhalt wichtiger Leistungen in Einklang bringt. Die Warnung des Kämmerers vor einer drohenden Insolvenz bis 2027 unterstreicht die Dringlichkeit der Lage.

Quelle