Rheinmetall verkauft zivile Sparte – und setzt auf innovative Ladelösungen für E-Autos
Tobias ZimmermannRheinmetall verkauft zivile Sparte – und setzt auf innovative Ladelösungen für E-Autos
Rheinmetall treibt Verkauf seiner zivilen Sparte Rheinmetall Power Systems voran
Nach der Eingrenzung potenzieller Käufer geht Rheinmetall mit dem Verkauf seiner zivilen Division, Rheinmetall Power Systems, in die nächste Phase. Gleichzeitig präsentierte das Unternehmen neue Bordstein-Ladestationen für Elektrofahrzeuge, die in Düsseldorf bereits im Einsatz sind. Die Innovationen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Sparte sich auf eine mögliche Zerschlagung durch Investoren im kommenden Jahr vorbereitet.
Am Bieterverfahren beteiligen sich noch zwei nicht namentlich genannte Private-Equity-Firmen, nachdem sich zuvor Interessenten wie Mutares und One Equity zurückgezogen hatten. Die verbleibenden Investoren sehen nun die Chance, die Sparte zu einem günstigeren Preis zu übernehmen. Die Bewertungen sind von ursprünglich einer Milliarde Euro auf 500 bis 600 Millionen Euro gesunken – ein Zeichen für die anhaltenden Schwierigkeiten der Automobilbranse. Den Berichten zufolge planen die Käufer, die Division aufzuspalten, da die Bereiche Verbrennungsmotoren-Technologie, Sensorik und antriebsunabhängige Komponenten kaum Synergien bieten.
Unterdessen stellt Rheinmetall seine neuesten zivilen Innovationen vor, darunter die Bordstein-Ladestationen. Die serienreifen Geräte, die seit dem Frühjahr verfügbar sind, ermöglichen das direkte Aufladen von Elektrofahrzeugen am Straßenrand mit einem Standardkabel. Vierzehn dieser Stationen sind bereits in Düsseldorf in Betrieb und stoßen bei Stadtvertretern und Nutzern auf positive Resonanz.
Auch die Aktie des Konzerns zeigte jüngst Bewegung und stieg nach der Zuspitzung geopolitischer Spannungen im Gefolge der jüngsten Drohungen Wladimir Putins. Dennoch bleibt Rheinmetall auf den Abschluss des Verkaufs fokussiert, der bereits im kommenden Jahr finalisiert werden könnte.
Der Verkauf von Rheinmetall Power Systems könnte die Zukunft der Sparte neu gestalten, da Investoren voraussichtlich eine Aufspaltung der Aktivitäten zur Gewinnmaximierung anstreben. Die bereits genutzten Bordstein-Ladestationen unterstreichen indes die technologische Stärke der Division vor dem anstehenden Wandel. Eine endgültige Entscheidung über die Übernahme wird in den kommenden Monaten erwartet.
