KSI in der Kritik: Altes Video mit Gewalt-Witz gegen Schwangere sorgt für Empörung
Tobias ZimmermannKSI in der Kritik: Altes Video mit Gewalt-Witz gegen Schwangere sorgt für Empörung
Der YouTuber und Britain’s Got Talent-Juror KSI sieht sich mit massiver Kritik konfrontiert, nachdem ein altes Video aus dem Jahr 2017 wieder aufgetaucht ist, in dem er Gewalt gegen schwangere Frauen als Witz darstellt. Der inzwischen gelöschte Clip hat die Debatte über seine umstrittenen Äußerungen in der Vergangenheit neu entfacht – einige davon hatte er bereits 2023 in einer Social-Media-Pause thematisiert, die auf einen separaten Eklat wegen rassistischer Sprache folgte.
In dem wiederentdeckten YouTube-Video reagierte KSI auf den Rat seiner Mutter, Kondome zu benutzen, mit Gelächter und der Aussage, er werde „dem Baby einen Schlag verpassen“, falls eine Frau von ihm schwanger werde. Die als Scherz gemeinte Bemerkung löste umgehend Empörung im Netz aus. Eine dem 31-Jährigen nahestehende Quelle räumte später ein, der Kommentar sei „dumm und falsch“ gewesen.
Die Hilfsorganisation Women’s Aid, die Opfer häuslicher Gewalt unterstützt, positionierte sich klar gegen den „Witz“. Eine Sprecherin warnte, dass die Verharmlosung von Gewalt solche Taten in der Realität bagatellisiere und ihre Schwere untergrabe. Die Kritik kommt Jahre nach KSIs ursprünglicher Entschuldigung für das Video, das er inzwischen von seinem Kanal entfernt hat.
Der aktuelle Skandal reiht sich ein in eine Serie von Kontroversen, die den 31-Jährigen 2023 zu einer Auszeit von Social Media veranlassten. Damals hatte er in einem Parodie-Video eine rassistische Beleidigung verwendet, was zu einem breiten öffentlichen Aufschrei führte. Zwar hat sich KSI seit dem Wiederauftauchen des Schwangerschafts-Witzes nicht direkt geäußert, doch frühere Stellungnahmen deuten auf Bedauern über sein früheres Verhalten hin.
Die erneute Verbreitung des Clips hat die Auseinandersetzung mit KSIs Geschichte provokanter Aussagen verschärft. Hilfsorganisationen und Kritiker betonen, wie wichtig es sei, öffentliche Persönlichkeiten für Sprache zur Verantwortung zu ziehen, die Gewalt verharmlost. Bisher hat sich der BGT-Juror nicht weiter öffentlich zu dem Vorfall geäußert.






