03 May 2026, 18:10

NRW setzt auf totale Videoüberwachung im ÖPNV gegen steigende Gewalt

Eine Gruppe von Menschen, die Fotos von einer Reihe von Bussen machen, die auf einer Straße mit Bäumen, Gebäuden und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund geparkt sind.

NRW setzt auf totale Videoüberwachung im ÖPNV gegen steigende Gewalt

Überwachungsmaßnahmen im ÖPNV von Nordrhein-Westfalen werden massiv ausgebaut

In Nordrhein-Westfalen (NRW) nehmen die Überwachungsmaßnahmen im öffentlichen Nahverkehr rasant zu. Neue Busse sind mittlerweile serienmäßig mit Kamerasystemen ausgestattet, während Züge nachgerüstet werden, um eine vollständige Videoüberwachung zu ermöglichen. Der Ausbau folgt auf einen deutlichen Anstieg von Angriffen auf Mitarbeiter: Allein im vergangenen Jahr wurden über 1.300 Bedrohungen und 905 körperliche Übergriffe registriert.

Bereits rund 90 Prozent der S-Bahnen und Regionalzüge in NRW nutzen Videotechnik. Künftige Aufrüstungen sollen alle Züge erfassen – mit cloudbasierter Speicherung und möglicherweise KI-gestützter Risikoerkennung. Zudem ist das Land dabei, ein Programm abzuschließen, das die Installation von Kameras an 100 kleineren und mittelgroßen Bahnhöfen vorsieht.

Körperkameras gehören inzwischen zur Standardausrüstung von Sicherheitskräften, die in Zügen und auf Bahnhöfen patrouillieren. Einige Verkehrsunternehmen bieten sie mittlerweile auch freiwillig für Mitarbeiter an. Pilotprojekte zeigen, dass die Kameras helfen, Konflikte zu entschärfen – allein die Drohung einer Aufnahme verändert oft aggressives Verhalten.

In Dortmund geht die Verkehrsbehörde noch einen Schritt weiter: Hier sind nachts Sicherheitskräfte im Einsatz, die Live-Videoübertragungen überwachen und bei Vorfällen die Einsatzkräfte koordinieren. Ziel ist es, die Sicherheit zu erhöhen und Straftaten in Bussen und Bahnen vorzubeugen.

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Der Ausbau der Überwachung erfolgt vor dem Hintergrund weiter steigender Angriffe auf Beschäftigte im ÖPNV. Da Kameras in neuen Bussen und Zügen mittlerweile Standard sind, hoffen die Behörden, dass die Maßnahmen die Vorfälle reduzieren und bessere Beweismittel für Ermittlungen liefern. Auch Körperkameras und die Live-Überwachung sollen eine zentrale Rolle dabei spielen, die Sicherheit im gesamten öffentlichen Nahverkehrsnetz von NRW zu verbessern.

Quelle