14 January 2026, 11:44

KI-Revolution in der Logistik: Otto Group setzt auf Roboterflotten mit NVIDIA-Technologie

Eine Gruppe automatisierter Roboter, die auf Förderbändern in einem Lager arbeiten, umgeben von Kartons und Fahrzeugen auf dem Boden.

KI-Revolution in der Logistik: Otto Group setzt auf Roboterflotten mit NVIDIA-Technologie

Ein neues KI-gesteuertes System soll die Lagerlogistik revolutionieren, indem es Roboterflotten in Echtzeit koordiniert. Entwickelt von der Otto Group, NVIDIA und Reply, zielt die Robotic Coordination Layer (Roboter-Koordinationsschicht) darauf ab, Effizienz und Skalierbarkeit in der Logistik deutlich zu steigern. Erster Teststandort wird das Logistikzentrum von Hermes Fulfilment in Löhne, Deutschland, sein – mit Plänen zur Ausweitung bis Ende 2026 oder Anfang 2027.

Automatisierte Lager setzen bereits Roboter für Sortier- und Stapelaufgaben ein, doch die Integration verschiedener Systeme blieb bisher eine Herausforderung. Die Roboter-Koordinationsschicht löst dieses Problem, indem sie als zentrale, KI-gesteuerte Steuerung fungiert. Sie übernimmt die Echtzeit-Kommunikation, Navigation und Aufgabenverteilung für gesamte Roboterflotten.

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Kern des Systems ist ein Digitaler Zwilling – ein virtuelles Abbild des Lagers. Damit können Betreiber die Position und Bewegung jedes Roboters sofort nachverfolgen. Der Zwilling ermöglicht zudem dynamische Simulationen, mit denen Teams Layouts optimieren und sich auf Spitzenlasten vorbereiten können. NVIDIA stellt die KI-Infrastruktur bereit, die auf der Google-Cloud-Plattform läuft. Tools wie NVIDIA Omniverse und NVIDIA Isaac bilden die Grundlage der Koordinationsschicht und sorgen für nahtlose Interaktion zwischen Robotern und Lagerverwaltungssystemen. Selbst der Roboter Spot von Boston Dynamics kommt zum Einsatz, um Lagerlayouts zu vermessen und Daten für den Digitalen Zwilling zu sammeln.

Die erste Live-Implementierung erfolgt im Logistikzentrum von Hermes Fulfilment in Löhne. Dieser Standort dient als Blaupause für künftige Einführung in weiteren Standorten der Otto Group. Bei Erfolg könnte das System bis Ende 2026 oder Anfang 2027 flächendeckend ausgerollt werden.

Die neue Koordinationsschicht verspricht schnellere und zuverlässigere Lieferungen durch optimierte, robotergestützte Logistik. Die Otto Group strebt damit eine führende Position in Europa bei automatisierten Lagertechnologien an. Dank Echtzeit-Anpassungen und digitaler Simulationen soll das System wachsende Nachfrage mit höherer Präzision bewältigen.