KI-Revolution im Mittelstand: Wie NRW-Projekt *Data Factory* Fabriken smarter macht
Tim PetersKI-Revolution im Mittelstand: Wie NRW-Projekt *Data Factory* Fabriken smarter macht
Ein großes Projekt in Nordrhein-Westfalen bringt KI-gestützte Fertigung in kleinere Unternehmen
Unter dem Namen Data Factory NRW hat eine Initiative, geleitet von it’s OWL, künstliche Intelligenz in die Produktion von mittelständischen Betrieben gebracht. Beteiligt waren Unternehmen wie Schmitz Cargobull, Claas und NTT DATA Business Solutions. Das Vorhaben erhielt 9,2 Millionen Euro Landesförderung aus einem Gesamtbudget von 14,5 Millionen Euro.
Im Mittelpunkt stand die Bereitstellung modernster Produktionstechnologien für kleine und mittlere Unternehmen. Ein zentraler Partner, der Landmaschinenhersteller Claas, entwickelte am Standort Harsewinkel ein digitales Assistenzsystem für die Montage von Mähdreschern. Es digitalisierte Arbeitsabläufe, stellte zusätzliche Informationen über eine Weboberfläche bereit und ist mittlerweile an 120 Arbeitsplätzen im Einsatz. Geplant ist eine globale Ausweitung – inklusive Tests eines KI-Chatbots, der Montagemitarbeitenden in Echtzeit Unterstützung bieten soll.
Auch Schmitz Cargobull trug mit einem digitalen Fabrikmodell am Standort Vreden bei: Mithilfe von KI verarbeitete das Unternehmen 3D-Punktwolken für die Produktionsplanung und investierte dafür über 50 Millionen Euro. Weitere Partner waren Duvenbeck Logistics, MotionMiners sowie mehrere Fraunhofer-Institute. Die KI-Plattform AI.NRW zeichnete Data Factory NRW später als Leuchtturmprojekt aus und hob dessen Rolle für die voranschreitende intelligente Fertigung hervor.
Das Projekt hat bereits konkrete Lösungen für Unternehmen in der Region hervorgebracht: Während Claas’ Assistenzsystem bereits läuft, soll das digitale Modell von Schmitz Cargobull die Produktionseffizienz weiter steigern. Mit Landesförderung und branchenübergreifender Zusammenarbeit will die Initiative KI-gestützte Methoden in ganz Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus etablieren.
