Paderborns Auswärtsstärke trifft auf Dresdens Heimsieg-Fluch
SC Paderborn reist mit starker Auswärtsbilanz nach Dynamo Dresden – Gastgeber seit über einem Jahr ohne Heimsieg.
Am kommenden Wochenende gastiert der SC Paderborn bei Dynamo Dresden – und das in bester Verfassung: Die Westfalen sind in dieser Saison auf fremdem Platz noch ungeschlagen. Die Gäste können zudem auf eine solide Bilanz gegen die Sachsen zurückblicken, die seit über einem Jahr um einen Heimsieg ringen. Beide Mannschaften verbinden zudem gemeinsame Vergangenheit: Frühere Transfers und Leihgeschäfte verleihen der Partie zusätzliche Brisanz.
Dynamo Dresdens letzter Heimsieg datiert vom 5. Dezember 2021, als man sich gegen den Karlsruher SC durchsetzte. Seither blieb die Mannschaft in 13 Spielen in eigener Halle sieglos – bei sieben Remis und sechs Niederlagen. Ein krasser Gegensatz zu Paderborns Auswärtsleistungen in dieser Saison: Drei Siege und zwei Unentschieden stehen bisher zu Buche.
In den letzten Jahren trafen die beiden Klubs sechsmal aufeinander. Paderborn gewann dabei zweimal, drei Partien endeten remis. In der letzten gemeinsamen Spielzeit feierte Paderborn einen 3:0-Auswärtssieg in Dresden, das Rückspiel endete torlos. Personelle Verknüpfungen sorgen für zusätzliche Spannung: Mika Baur, mittlerweile Stammspieler bei Paderborn, verbrachte die Rückrunde der Vorsaison leihweise in Dresden. In dieser Saison steuerte er bereits ein Tor und drei Vorlagen bei. Der 26-jährige Luca Herrmann hingegen wechselte 2025 für 100.000 Euro von Paderborn nach Dresden – nach einem gescheiterten Versuch, bereits zur Saison 2024/25 zu den Westfalen zu stoßen. Stattdessen blieb er in Dresden im Kader. Paderborns defensiver Mittelfeldspieler Laurin Curda geht als drittbester Zweikampfspieler der Liga ins Rennen (127 gewonnene Duelle). Offensiv erzielte das Team in neun Spielen 15 Tore, benötigte dafür aber ligaweit die meisten 151 Torschüsse.
Dresdens lange Durststrecke ohne Heimsieg wird nun gegen einen Gegner auf die Probe gestellt, der auswärts noch unbesiegt ist. Die Gäste bringen nicht nur Schwung mit, sondern auch eine günstige historische Bilanz. Für Dresden wird es darauf ankommen, die 13-spielige Serie ohne Sieg zu beenden – gegen eine Mannschaft, die in dieser Saison bereits 15 Mal das Tor traf.
