17 March 2026, 20:08

Widerstand gegen geplante 380-kV-Stromtrasse wächst vor Inkrafttreten der Zugangsanordnungen

Plakat mit B├Ąumen und Himmel im Hintergrund, mit dem Text "Investitionen in Gemeinden: Gr├Â├čte Investition in l├Ąndliche Elektrizit├Ąt seit den New Deal".

Widerstand gegen geplante 380-kV-Stromtrasse wächst vor Inkrafttreten der Zugangsanordnungen

Pläne für eine neue 380-kV-Stromtrasse zwischen Westerkappeln und dem Kraftwerk Gersteinwerk stoßen auf wachsenden Widerstand in der Bevölkerung. Seit der Bekanntgabe des Projekts im Jahr 2025 organisieren betroffene Anwohner Proteste und verweisen auf Bedenken hinsichtlich elektromagnetischer Felder, sinkender Grundstückswerte und der gewählten Trassenführung. Nun sollen Anfang März 2026 Zugangsanordnungen in Kraft treten, die Vorbereitungsarbeiten auf Privatgrundstücken ermöglichen.

Die Bezirksregierung Münster bestätigte 2025 nach Prüfung der räumlichen Auswirkungen den bevorzugten Trassenkorridor für die Stromleitung. Das für das Projekt verantwortliche Unternehmen Amprion GmbH hat seitdem beantragt, rund 3.000 Grundstücke in sieben Gemeinden betreten zu dürfen. Diese Zugangsanordnungen, rechtlich gestützt auf das Bundesbedarfsplangesetz, erlauben Begehungen, Biotopkartierungen und Dokumentationen – selbst ohne Zustimmung der Grundstückseigentümer.

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Die Anordnungen werden am 6. Februar 2025 im Amtsblatt des Kreises veröffentlicht und treten am 2. März 2026 in Kraft. Um Fragen der Öffentlichkeit zu beantworten, veranstaltet die Bezirksregierung am 9. Februar 2026 zwischen 16:00 und 17:00 Uhr eine Online-Informationsveranstaltung. Die endgültige Trassenführung und die vollständige Genehmigung des Projekts werden jedoch erst im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens 2027 entschieden.

Der Widerstand gegen das Vorhaben wächst seit 2025: Bürgerinitiativen und Kommunalvertretungen fordern alternative Routen. Während Sorgen vor elektromagnetischen Feldern und Wertverlusten der Grundstücke bestehen bleiben, sind Details zum Stand der Zugangsbewilligungen in öffentlichen Unterlagen nur begrenzt einsehbar.

Die Zugangsanordnungen ermöglichen es Amprion, ab Anfang März 2026 vorbereitende Arbeiten auf Privatgrundstücken aufzunehmen. Betroffene können zwar rechtlich gegen die Anordnungen vorgehen, doch die gesetzliche Grundlage unterstützt deren Durchsetzung. Die endgültige Trassenführung und Projektgenehmigung werden jedoch erst mit Abschluss des Planfeststellungsverfahrens 2027 feststehen.

Quelle