A40 in Essen: Tempolimit steigt auf 80 km/h – doch nur zu bestimmten Zeiten
Tim PetersA40 in Essen: Tempolimit steigt auf 80 km/h – doch nur zu bestimmten Zeiten
Auf einem zentralen Abschnitt der Autobahn A40 in Essen wurde das Tempolimit von 60 km/h auf 80 km/h angehoben. Die Änderung tritt ab dem 11. Februar 2026 in Kraft und betrifft die Fahrtrichtung Dortmund im Stadtzentrum. Laut Behörden bestätigen aktualisierte Emissionsberechnungen, dass die höhere Geschwindigkeitsbegrenzung die Luftqualität dennoch innerhalb der gesetzlichen Grenzwerte hält.
Die neuen Temporegelungen sind Teil des laufenden Luftreinhalteplans der Stadt Essen, der darauf abzielt, den Fahrzeugausstoß zu verringern und die Stickstoffdioxidbelastung (NO₂) zu senken. Bereits im vergangenen Jahr wurden unter dem bisherigen 60-km/h-Limit die Luftqualitätsziele erreicht. Daten aus den Jahren 2020 bis 2025 zeigen, dass die NO₂-Werte in der Nähe der Kruppstraße in Holsterhausen von etwa 35–40 µg/m³ auf unter 30 µg/m³ gesunken sind – bedingt durch weniger Verkehr und die Zunahme von Elektrofahrzeugen. Messstationen des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) bestätigen, dass die Werte nun unter den EU-Grenzwerten liegen.
Nach den aktualisierten Vorschriften gilt das 80-km/h-Limit an Werktagen von 6:00 bis 22:00 Uhr. Samstags ist es von 8:00 bis 20:00 Uhr in Kraft, an Sonn- und Feiertagen zwischen 10:00 und 18:00 Uhr. Außerhalb dieser Zeiten dürfen Autofahrer bis zu 100 km/h fahren. Die neuen Beschränkungen gelten mindestens bis zum 31. Dezember 2028.
Zur Überwachung der Einhaltung wurde im Februar 2025 in der Nähe der Ausfahrt Essen-Zentrum Ost eine Geschwindigkeitskontrollanlage installiert. Diese wird auch künftig die aktualisierten Tempolimits durchsetzen.
Die angepassten Geschwindigkeitsbegrenzungen sollen den Verkehrsfluss verbessern, ohne die Luftqualitätsziele zu gefährden. Da die NO₂-Werte bereits unter den gesetzlichen Grenzwerten liegen, erwartet die Stadt, dass die Änderungen die Einhaltung der Vorschriften aufrechterhalten und gleichzeitig Staus verringern. Die Maßnahmen bleiben bis Ende 2028 unter Beobachtung.






