Passagierrekord am Flughafen Dortmund – doch die Finanzen leiden schwer
Tobias ZimmermannPassagierrekord am Flughafen Dortmund – doch die Finanzen leiden schwer
Flughafen Dortmund verzeichnete 2025 trotz Passagierrekord finanzielle Probleme
Trotz eines Rekordjahres bei den Passagierzahlen stand der Flughafen Dortmund 2025 vor finanziellen Herausforderungen. Der Flughafen meldete ein Jahresdefizit von 6,3 Millionen Euro – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Fehlbetrag von 1,8 Millionen Euro im Vorjahr. Höhere Personalkosten und veränderte Flugbetriebskonzepte der Airlines spielten dabei eine zentrale Rolle.
Insgesamt fertigte der Flughafen 2025 rund 3,242.569 Passagiere ab und übertrumpfte damit die Zahl von 3,132.707 aus dem Vorjahr. Dieses Wachstum gelang trotz des vollständigen Rückzugs von Ryanair, das zuvor 430.000 Reisende bedient hatte. Auch die reduzierten Eurowings-Verbindungen, die weitere 130.000 Passagiere betrafen, wurden durch die steigende Nachfrage ausgeglichen.
Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 49,81 Millionen Euro, doch das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) sank auf etwa 971.000 Euro. Hauptgrund für das wachsende Defizit war der starke Anstieg der Personalkosten. Tariferhöhungen im öffentlichen Dienst sowie ein neues Tarifabkommen trieben die Ausgaben in die Höhe.
Die endgültigen, geprüften Zahlen werden im Juni nach Abschluss der Finanzprüfung vorgelegt.
Trotz des Passagierrekords verschlechterte sich die finanzielle Lage des Flughafens Dortmund 2025 spürbar. Das Defizit verdreifachte sich nahezu, vor allem wegen steigender Personalkosten und Anpassungen im Flugbetrieb. Der Flughafen bleibt zwar ein wichtiger regionaler Drehkreuz, doch seine wirtschaftliche Zukunft hängt von künftigem Kostenmanagement und der Passagierentwicklung ab.






