25 March 2026, 22:13

Gänseliesel-Brunnen wird 125: Göttingen feiert mit einzigartiger Doppelausstellung

Ein historisches Bild einer Brunnenanlage in einem Gewässer, umgeben von Skulpturen, Treppen und Geländern, mit einer Inschrift am unteren Rand, die besagt: "Abbelding van & Nuurwerk, afgertaken in 'Groenhage' op 13 juni 1749".

Gänseliesel-Brunnen wird 125: Göttingen feiert mit einzigartiger Doppelausstellung

Göttingen feiert 125 Jahre Gänseliesel-Brunnen mit großer Ausstellung

Zum 125. Jubiläum des beliebten Gänseliesel-Brunnens plant Göttingen eine umfangreiche Ausstellung. Ab dem 9. April 2026 widmet sich die Schau der Geschichte des Denkmals – von seinen Anfängen als öffentlicher Brunnen bis zu seiner Bedeutung als Symbol akademischer Tradition. Erstmals werden dabei die Originalskulptur von 1901 und ihre weniger bekannte "Leipziger Schwester" nebeneinander zu sehen sein.

Der Gänseliesel-Brunnen entstand nach einem Entwurf des Bildhauers Paul Nisse, der 1897 einen städtischen Wettbewerb gewann. Das um 1901 enthüllte Werk avancierte schnell zum Wahrzeichen der Stadt und entwickelte sich über die Jahrzehnte zu einem festen Bestandteil der Göttinger Akademikerkultur – vor allem durch den Brauch des "Doktorkusses". Frischgebackene Promovierte besteigen die Statue, setzen ihr eine Doktorhut auf und küssen sie als Zeichen ihres Abschlusses.

Die unter dem Titel "Liebt eigentlich jeder Liesel?" laufende Ausstellung ist vom 9. April bis 18. Oktober 2026 im Städtischen Museum Göttingen zu sehen. Sie zeichnet den Werdegang des Brunnens von einer schlichten Wasserstelle zur Kultikone nach – inklusive seiner jüngsten Verewigung als Playmobil-Figur. Eine zweisprachige Broschüre (Deutsch/Englisch) vertieft die Inhalte für Besucher:innen.

Das Projekt geht aus einem Wettbewerb von 2024 hervor, für den rund 40 Künstler:innen und Architekt:innen – darunter der renommierte Bildhauer Ernst Barlach – 46 Entwürfe einreichten. Gefördert wird die Ausstellung von der Niedersachsen Stiftung und der VGH Stiftung. Die Eröffnung findet am 9. April um 18:30 Uhr in der Galerie Alte Feuerwache statt.

Im Mittelpunkt der Schau stehen die originale Gussfassung von 1901 und ihre "Leipziger Schwester", die erstmals gemeinsam präsentiert werden. Die Besucher:innen erfahren, wie aus einem über hundert Jahre alten Brunnen ein Symbol für akademischen Stolz und kulturellen Tourismus wurde. Zudem beleuchtet die Ausstellung die Verbindung des Denkmals zu lokalen Traditionen – von Führungen bis zu historischen Persönlichkeiten wie dem Geiger Joseph Joachim.

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