Accusations und schwindendes Vertrauen? - Netflix und die Sussexes: Warum die Millionendeals jetzt bröckeln
Die Zusammenarbeit zwischen Netflix und Archewell Productions, der Produktionsfirma von Prinz Harry und Meghan Markle, steht nach fünfeinhalb Jahren auf unsicherem Grund. Die 2020 gestartete Partnerschaft hat bislang weniger Projekte hervorgebracht als erwartet – Brancheninsider stellen nun infrage, wie es weitergeht. Wie Berichte nahelegen, überdenkt der Streaming-Riese angesichts wachsender Frustration seine Verbindung zu den Sussexes.
Ursprünglich hatte der Deal eine breite Palette an Inhalten versprochen, doch die Ausbeute blieb überschaubar. Bisher realisierte das Paar die Dokumentarserie "Harry & Meghan" sowie "Live to Lead" und Meghans Lifestyle-Reihe "With Love, Meghan". Im Vergleich zu anderen prominenten Netflix-Deals fällt die Produktionsrate jedoch bescheiden aus.
Zwei Filmprojekte – "Meet Me at the Lake" und "The Wedding Date" – stecken weiterhin in der Entwicklung fest, ohne nennenswerten Fortschritt. Gleichzeitig soll Netflix noch Waren im Wert von rund 10 Millionen Dollar lagern, die mit Meghans Marke As Ever verbunden sind, aber unverkauft bleiben – ein weiteres Zeichen für mangelnde wirtschaftliche Tragfähigkeit.
Auch intern gibt es Spannungen. Laut Berichten zeigen sich Netflix-Mitarbeiter zunehmend verärgert über das Auftreten des Paares in Meetings. So soll Meghan Harry immer wieder unterbrechen oder seine Ideen umformulieren; es gibt sogar Schilderungen, wonach sie plötzlich aus Zoom-Calls ausgestiegen sei. CEO Ted Sarandos habe scherzhaft angemerkt, er nehme nur noch Anrufe von Meghan entgegen, wenn ein Anwalt anwesend sei.
Doch nicht nur bei Netflix leidet der Ruf der Sussexes. Nach dem Scheitern ihres Spotify-Deals meiden viele Filmemacher und Agenten inzwischen die Zusammenarbeit mit Archewell Productions – sie gilt als wenig lukrativ. Die Branche hält zunehmend Abstand, was die Zukunft des Paares in der Unterhaltungsindustrie ungewiss macht.
Ihre nächsten Schritte in Hollywood könnten davon abhängen, ob es den Sussexes gelingt, sich von Projekten zu lösen, die an ihre königliche Vergangenheit geknüpft sind. Da Netflixs Geduld offenbar dünn wird und das Brancheninteresse schwindet, steht ihre Produktionsfirma an einem entscheidenden Punkt. Ob sie sich behaupten können, hängt davon ab, ob sie in den kommenden Monaten frische, marktfähige Inhalte liefern.






