Moers ehrt jüdische Geschichte mit neuer Broschüre und Bürgermeister-Schirmherrschaft
Tobias ZimmermannMoers ehrt jüdische Geschichte mit neuer Broschüre und Bürgermeister-Schirmherrschaft
Moers hat eine neue Initiative gestartet, um seine jüdische Geschichte zu würdigen. Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit präsentierte "Spuren jüdischen Lebens", eine Broschüre, die die wenigen verbleibenden Zeugnisse der jüdischen Vergangenheit der Stadt dokumentiert. Gleichzeitig übernahm Bürgermeisterin Julia Zupancic während eines Treffens mit Vorstandsmitgliedern die offizielle Schirmherrschaft über die Organisation.
Die Veranstaltung fand statt, als Zupancic Vertreter der Gesellschaft empfang. Sie betonte die Bedeutung, sich an das jüdische Erbe von Moers zu erinnern und sich gegen Antisemitismus zu stellen. Mit ihrer Schirmherrschaft unterstützt sie nun offiziell die laufende Arbeit der Gruppe.
Die neu veröffentlichte Broschüre ist für drei Euro in öffentlichen Einrichtungen der Stadt erhältlich. Sie hält die verstreuten Überreste jüdischen Lebens in Moers fest, wobei Details über die sozialen und kulturellen Beiträge der Gemeinde vor 1933 weiterhin rar sind.
Die Gesellschaft engagiert sich seit Langem in der Bildungsarbeit und arbeitet eng mit örtlichen Schulen zusammen, um jüngere Generationen einzubinden. Ihr bundesweites Netzwerk hat Moers zudem Aufmerksamkeit verschafft – unter anderem durch die Verleihung der renommierten Buber-Rosenzweig-Medaille in vergangenen Jahren.
Die Veröffentlichung der Broschüre und die Schirmherrschaft der Bürgermeisterin unterstreichen die Bemühungen, das Gedenken an die jüdische Gemeinde von Moers wachzuhalten. Die Broschüre ist nun an verschiedenen Orten erhältlich, um ein breiteres öffentliches Bewusstsein zu schaffen. Die Gesellschaft setzt ihre Zusammenarbeit mit Schulen und Partnern fort, um diese Verbindungen für die Zukunft zu stärken.






