03 May 2026, 04:09

Mindestlohn-Kontrollen in NRW: 280 Bauarbeiter überprüft – zahlreiche Verstöße entdeckt

Schwarz-weiß-Zeichnung einer Fabrik in einem Feld mit Gebäuden, Bäumen und einem Pfahl im Vordergrund, beschriftet mit "The New York State Penitentiary" unten.

Mindestlohn-Kontrollen in NRW: 280 Bauarbeiter überprüft – zahlreiche Verstöße entdeckt

Mehr als 110 Zollbeamte haben in vier Kreisen Nordrhein-Westfalens Kontrollen durchgeführt. Bei der Aktion wurden rund 280 Bauarbeiter überprüft, um die Einhaltung von Mindestlohn-, Sozialversicherungs- und Aufenthaltsbestimmungen zu kontrollieren. Dabei wurden mehrere Verstöße aufgedeckt.

Die Inspektionen fanden in Köln, im Rhein-Sieg-Kreis (Bornheim), in Leverkusen und im Rheinisch-Bergischen Kreis (Bergisch Gladbach) statt. In Köln wurden 123 Beschäftigte von 51 Arbeitgebern überprüft. Im Rhein-Sieg-Kreis kontrollierten die Beamten 39 Arbeiter aus 15 Betrieben, in Leverkusen 75 Mitarbeiter von 11 Firmen. Im Rheinisch-Bergischen Kreis wurden 42 Beschäftigte von 11 Arbeitgebern geprüft.

Drei Unternehmen gerieten in den Verdacht, weniger als den gesetzlichen Mindestlohn zu zahlen. In fünf weiteren Fällen geht es um möglicherweise nicht abgeführte Sozialabgaben. Zudem wurden in fünf Fällen Hinweise auf Sozialleistungsbetrug gefunden.

Während der Aktion wurden elf Männer ohne gültige Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnis angetroffen. Gegen die Arbeiter sowie ihre Arbeitgeber wurden inzwischen Strafverfahren eingeleitet.

Die Kontrollen förderten zahlreiche Verstöße gegen Arbeits- und Aufenthaltsrecht zutage. Die Behörden werden nun weitere Ermittlungen zu den Verdachtsfällen einleiten. Die Ergebnisse könnten zu Sanktionen gegen die beteiligten Unternehmen und Personen führen.

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