05 April 2026, 10:08

Migrationsberatung in Hamm kämpft um Überleben nach drastischen Kürzungen

Ein Plakat mit einer USA-Karte, die verschiedene Arten der Bevölkerungswanderung veranschaulicht, mit begleitendem erklärendem Text.

Migrationsberatung in Hamm kämpft um Überleben nach drastischen Kürzungen

Migrationsberatungsdienste in Hamm kämpfen mit finanzieller Not – Kürzungen bei zentralen Programmen

Am 1. Oktober beteiligten sich lokale Beratungsstellen in Hamm an einem bundesweiten Aktionstag, um auf ihre Arbeit aufmerksam zu machen. Bei der Veranstaltung kamen Beraterinnen und Berater, Politiker sowie Geflüchtete und Migrantinnen zusammen, die auf Integrationshilfen angewiesen sind, um über die anstehenden Herausforderungen zu diskutieren.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und die Arbeiterwohlfahrt (AWO) luden im DRK-Heim in Bockum-Hövel zu einem öffentlichen Dialog ein. Die Berater stellten ihre Angebote vor und berichteten von den Erfahrungen von Menschen, die sich im Integrationsprozess befinden. Die Teilnehmer hörten aus erster Hand, wie die gekürzten Mittel bereits zur Streichung von Sprach- und Kommunikationskursen sowie Sozialtrainings für junge Migrantinnen und Migranten geführt haben.

Svetlana Dittmar von der AWO betonte die Folgen dieser Kürzungen für die Arbeit an Schulen und Berufskollegs. Ohne diese Programme hätten neu angekommene Jugendliche kaum noch Zugang zu dringend benötigter Unterstützung, warnte sie. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Thews räumte ein, dass die seit Jahren unveränderten Zuwendungen – trotz Inflation und steigender Löhne – einer realen Kürzung gleichkämen.

Thews verwies auf den Entwurf des Bundeshaushalts 2026, in dem Mittel für Migrationsdienste vorgesehen seien. Er versprach, sich für eine bessere Finanzierung einzusetzen, erkannte aber an, dass die lokalen Träger aktuell unter großem Druck stünden. Auch Vertreter aus der kommunalen und Landespolitik Hamms nahmen an der Diskussion teil und suchten nach Wegen, die Migrationsarbeit der Stadt langfristig zu sichern.

Der 1. Oktober stand im Zeichen einer bundesweiten Initiative: Beratungsstellen in ganz Deutschland öffneten ihre Türen, um ihre Bedeutung zu verdeutlichen. In Hamm zeigte die Veranstaltung sowohl den hohen Bedarf an diesen Dienstleistungen als auch die wachsende Unsicherheit über ihre Zukunft.

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Der Aktionstag lenkte den Blick auf die Kluft zwischen steigenden Anforderungen und schrumpfenden Ressourcen. In Hamm wurden bereits Jugendprogramme reduziert, während Berater und Ratsuchende auf konkrete Zusagen aus Berlin warten. Ohne zusätzliche Mittel drohen weitere Kürzungen bei der Integrationsförderung.

Quelle