Afrikanische Schweinepest in NRW: 170 tote Wildschweine und ein 114 Kilometer langer Zaun
Hannah PetersAfrikanische Schweinepest in NRW: 170 tote Wildschweine und ein 114 Kilometer langer Zaun
Afrikanische Schweinepest breitet sich in deutschen Wäldern aus – besonders in Nordrhein-Westfalen
Ein Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) greift in deutschen Wäldern um sich, vor allem im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Die Krankheit war erstmals vor etwa dreieinhalb Monaten bei einem Wildschwein in der Nähe von Kirchhundem im Kreis Olpe nachgewiesen worden. Seither bemühen sich die Behörden, die Ausbreitung einzudämmen.
Das erste infizierte Tier wurde Anfang des Sommers entdeckt, woraufhin sofort Maßnahmen eingeleitet wurden. Seit dem initialen Fund haben sich rund 170 weitere tote Wildschweine in den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein als positiv herausgestellt. Um die Seuche einzudämmen, errichteten die Verantwortlichen auf einer Kernfläche von etwa 143.000 Hektar einen 114 Kilometer langen Schutzzaun.
Suchtrupps mit Spürhunden und Drohnen durchkämmten bereits fast 100 Quadratkilometer Wald. Ihr Ziel: infizierte Tiere aufspüren und verhindern, dass die Krankheit auf Hausschweine übergreift. In den betroffenen Zonen gelten nun strenge Regeln: Das Sammeln von Pilzen ist verboten, Hunde müssen an der Leine geführt werden, und Verstöße werden mit Bußgeldern zwischen 30 und 25.000 Euro geahndet.
Die Behörden warnen, dass unsachgemäß entsorgte Lebensmittelabfälle – insbesondere Fleischreste – das Problem verschärfen. Das Agrarministerium appelliert an Besucher, Müll ausschließlich in verschlossenen Behältern zu entsorgen. Zwar bleiben die bestehenden Waldbeschränkungen bestehen, weitere Maßnahmen für Nordrhein-Westfalen wurden jedoch vorerst nicht angekündigt.
Die Bekämpfung des Ausbruchs stellt die lokalen Behörden weiterhin vor große Herausforderungen. Schutzbarrieren, Suchaktionen und die Mitarbeit der Bevölkerung bleiben entscheidend, um die Seuche einzudämmen. Ohne strengere Kontrollen könnte sich das Risiko für Wildschweine – und möglicherweise auch für Hausschweine – weiter erhöhen.






